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OMV erhält wieder 70 Prozent weniger Gas

12.07.2022 • 12:27 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die OMV erhält wieder weniger Gas
Die OMV erhält wieder weniger Gas APA/BARBARA GINDL

Die OMV erhält weniger als ein Drittel des bestellten Gases aus Russland, obwohl der russische Staatskonzern Gazprom laut eigenen Angaben mehr Gas über die Ukraine nacn Europa liefert.

Die OMV erhält auch heute, Dienstag, weniger als ein Drittel des bestellten Gases aus Russland. Gazprom liefere 70 Prozent weniger als nominiert, sagte ein OMV-Sprecher auf APA-Anfrage. Die Situation sei zu Montag unverändert. Wie hoch die von der OMV nominierte Menge und die Lieferkürzung in absoluten Zahlen ist, sagte der Sprecher mit Verweis auf Vertragsdetails nicht. Zuletzt, seit Mitte Juni, hatte Gazprom ungefähr die Hälfte der bestellten Menge geliefert.

Der russische Staatskonzern Gazprom liefert indes nach eigenen Angaben mehr Gas über die Ukraine nach Europa. So betrage die über den Eingangspunkt Sudsha gelieferte Menge am Dienstag 41,3 Millionen Kubikmeter nach 39,4 Millionen am Montag. Ein Antrag, auch über den Eingangspunkt Sochranowka Gas zu pumpen, sei von der Ukraine abgelehnt worden.

Mit Beginn der zehntägigen Wartung an Nord Stream 1 reduzierte Gazprom am Montag die Lieferungen nach Österreich weiter. Ob die Gasspeicher trotzdem weiter befüllt werden können, hängt vom jeweiligen Tagesverbrauch und dem Zukauf am Spotmarkt ab. Dort kostet eine Megawattstunde Erdgas aktuell mehr als 170 Euro, auf die Kilowattstunde umgerechnet sind dies 0,17 Euro.

Ob und wenn ja, wie viel eingespeichert wird, steht erst ein bis zwei Tage später fest. E-Control und Energieministerium erklärten, dass während der Wartung womöglich auch Gas entnommen werden muss. Mit Stand Sonntag waren Österreichs Speicher zu 48,3 Prozent gefüllt. Das sind rund 46 Terawattstunden (TWh).