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Von der Leyens Pony fiel Wolf zum Opfer

05.09.2022 • 16:57 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Seit jeher begeistert von Pferden: Ursula von der Leyen als Dressurreiterin
Seit jeher begeistert von Pferden: Ursula von der Leyen als Dressurreiterin dpa

Zwischenfall erschüttert Familie der Kommissionspräsidentin.

Das Wochenende begann für die Familie der EU-Kommissionspräsidentin mit keiner guten Nachricht. Nur wenige hundert Meter neben dem Familiensitz in Niedersachsen entfernt wurde “Dolly” tot aufgefunden – ein 30 Jahre altes Pony, das auf der Weide offensichtlich von einem Wolf erlegt worden war. Die ganze Familie sei “fürchterlich mitgenommen” von der Nachricht, hieß es dazu. Ursula von der Leyen gilt als leidenschaftliche Reiterin und hat immer wieder an Dressur- und Reitsportveranstaltungen teilgenommen.

Laut einem Bericht der “Süddeutschen Zeitung” leben in Niedersachsen derzeit 39 Wolfsrudel und vier bekannte Einzelgänger. Nun soll eine DNA-Analyse klären, ob eines der bereits registrierten Tiere das Pony gerissen hat. Angeblich haben sich Tiere sogar schon im Stadtgebiet von Hannover gezeigt.

Diskussion um Wolfspopulation

Der dramatische Vorfall hat die Diskussion über den Umgang mit der wachsenden Wolfspopulation wieder neu entfacht. Die steirische EU-Abgeordnete Simone Schmiedtbauer meldete sich dazu als Agrarsprecherin der ÖVP im Europaparlament und Vizepräsidentin der parteiübergreifenden Arbeitsgruppe “Biodiversity, Hunting and Countryside” zu Wort: “Wolfsrisse sind immer eine Tragödie und als Pferdeliebhaberin habe ich vollstes Mitleid mit der Kommissionspräsidentin.

Vielleicht trägt dieses traurige Ereignis dazu bei, die Augen für das menschliche und tierische Leid in den ländlichen Regionen mehr zu öffnen, das durch die Ausbreitung von Großraubtieren verursacht wird.” Hunderte Landwirtinnen und Landwirte seien täglich mit diesem Leid konfrontiert. Schmiedtbauer will das Problem auf europäischer Ebene ernsthaft thematisieren: “Wir müssen den Weg ebnen, um praxistaugliche Lösungen für die Wolfsproblematik zu finden.”

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