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Wohin der US-Bomber wirklich geflogen ist

05.09.2022 • 16:58 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die B-52 der US-Air Force auf ihrem Tiefflug über Zeltweg
Die B-52 der US-Air Force auf ihrem Tiefflug über Zeltweg APA/BUNDESHEER/WOLFGANG GREBIEN

Überflug einer B-52 über Zeltweg war offenbar kein “Überstellungsflug”.

Der Überflug zweier B-52 Langstreckenbomber der US-Air Force bei der Airpower in Zeltweg war im Vorfeld als große Sensation angekündigt worden. Tatsächlich warteten am Samstag viele der Gäste nur noch auf den seltenen Gast, um danach die Heimreise anzutreten. Dass letztlich nur eines der achtstrahligen Riesenflugzeuge auftauchte, mag den einen oder anderen enttäuscht haben. Ebenso, dass die Maschine nur einmal im Tiefflug über die Piste zog.

Offiziell hatte das Bundesheer bekannt gegeben, dass die B-52 im Zuge eines routinemäßigen Flugs mit unbekannter Destination einen Abstecher zur Airpower machen. In der Live-Moderation am Samstag war dann von einem “Überstellungsflug” von der Aviano Airbase (Italien) nach Ramstein (Deutschland) die Rede. Das könne so aber nicht stimmen, machte uns ein Leser aufmerksam. Denn laut den Aufzeichnungen des Luftfahrt-Tracking-Programms “flightradar24” sei die B-52 mit der Bezeichnung “SPICY 61” gegen 11.30 Uhr auf der Luftwaffenbasis Fairford der Royal Air Force (England) Richtung Zentraleuropa gestartet, habe dann über dem Aichfeld einige Warteschleifen gezogen, bevor sie um 15 Uhr zum Tiefflug ansetzte. Dann flog die Maschine zurück nach England, um sich auch den Zuschauern der Bournemouth Airshow zu zeigen. Nach einer Gesamtflugzeit von rund fünf Stunden setzte sie wieder auf der Fairfield Airbase auf.

Wohin der US-Bomber wirklich geflogen ist
Die Flugroute der B-52Sonstiges

Dort sind seit dem 18. August insgesamt vier amerikanische B-52 “Stratofortress” stationiert. Zwei davon dürften am Wochenende auch in Israel geflogen sein. Wie die Israelischen Streitkräfte (IDF) am Sonntag via Twitter informierten, begleiteten drei ihrer F-16-Kampfjets die beiden B-52 der US-Air Force zu Übungszwecken durch den eigenen Luftraum.

Die Langstreckenbomber befinden sich laut Generalleutnant John Lamontagne von der US-Air Force für einige Wochen in Europa, wo sie die Zusammenarbeit mit befreundeten Luftwaffen trainieren. Ergibt sich die Gelegenheit, präsentieren sie sich auch auf Airshows. “Wir wollen das in Zukunft öfter machen”, so der General zur Kleinen Zeitung. Offiziell begründete die US-Airforce in Europa den Besuch in Zeltweg übrigens so: “Wir sind danbkar in die Airpower22 eingebunden zu sein. Solche Veranstaltungen sind wertvoll für unsere Luftstreitkräfte um lang anhaltende Verbindungen zu erhalten und zu verstärken. Bomber Task Force Missionen sind unsere sichbarsten Symbole für Sicherheit und Verpflichtungen gegenüber unseren Partnern und für die Abschreckung potenzieller Gegner.”

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