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Suche nach Vermissten im Scheinwerferlicht

27.11.2022 • 15:03 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die Erdmassen begruben ein Haus unter sich und schoben mehrere Autos ins Meer
Die Erdmassen begruben ein Haus unter sich und schoben mehrere Autos ins Meer (c) IMAGO/Antonio Balasco (IMAGO/Antonio Balasco)

Über 200 Personen mussten auf Insel Ischia ihre Häuser verlassen.

Nach dem Erdrutsch auf der Insel Ischia haben Rettungseinheiten in der Nacht auf Sonntag die Suche nach elf Vermissten fortgesetzt. Schlechtes Wetter und starker Wind erschwerten die Bergungsarbeiten. Bisher wurde eine 31-jährige Italienerin tot geborgen, gesucht wird noch nach ihrem Lebensgefährten, wie die Behörden mitteilten. Bei dem Erdrutsch wurden 13 Personen verletzt. 130 Obdachlose mussten die Nacht in Hotels der Insel verbringen.

Am frühen Samstag brach das Unwetter über die Insel mit etwas mehr als 60.000 Einwohnern herein. Besonders betroffen war der Küstenort Casamicciola im Norden. Schlammmassen beschädigten Häuser, in denen auch einige der Vermissten vermutet wurden. Die Feuerwehr rettete nach eigenen Angaben zwei Menschen aus einem Auto, das ins Meer gerissen wurde. Sie war insgesamt mit 100 Kräften und 40 Fahrzeugen im Einsatz. Die italienische Regierungschefin Giorgia Meloni entsendete Soldaten auf die Insel zur Unterstützung der Rettungskräfte.

Der Bürgermeister von Ischia, Enzo Ferrandino, beklagte, dass einige Familien ihre Häuser nicht verlassen wollten. Dies könne gefährlich sein. Ein Dutzend Personen, die ohne Wasser und Strom in ihren Häusern eingesperrt blieben, seien noch nicht erreicht worden.

Italien wird immer häufiger von schweren Erdrutschen getroffen. Bei Unwettern in der Adria-Region Marken waren im September 13 Menschen ums Leben gekommen. Seit Freitag herrscht Unwetter-Alarm in Süditalien. In Venedig wurde Hochwasser gemeldet, die Lagunenstadt wird von einem System von Dammbarrieren vor den Fluten geschützt.

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