Jahresrückblick 2021

Niederösterreicherin in Vorarlberg geimpft

27.01.2021 • 22:49 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Apothekerkammerpräsident meldete seine Lebensgefährtin an.


Vorarlberg hat seinen nächsten Aufreger, wenn es um die Impfung nicht priorisierter Personen geht. Nachdem zuletzt immer wieder Politiker für negative Schlagzeilen sorgten, ist es nun eine Person aus dem Gesundheitsbereich. Die Impfung einer Bediensteten aus diesem Bereich wäre noch kein Aufreger, jedoch stammt die Frau nicht aus Vorarlberg.
Wie „MedMedia“ berichtet, wurde eine Apothekerin aus Niederösterreich in der Impfstraße in Dornbirn geimpft. Die Frau prahlte auf Facebook damit, dass sie sechs Stunden Fahrt nach Vorarlberg auf sich nahm, um hierzulande geimpft zu werden. Mittlerweile hat sie das Posting wieder von ihrer Facebookseite entfernt.

Lebensgefährte meldete sie an

Da in Niederösterreich das Apothekenpersonal nicht in der ersten Phase vakziniert wird, in Vorarlberg hingegen schon, meldete sich die Niederösterreicherin hierzulande über ihren Lebensgefährten für die Impfung an. Ihr Lebensgefährte ist niemand geringerer als der Vorarlberger Apothekerkammerpräsident und Präsident des Österreichischen Apothekerverbandes Jürgen Rehak.
„Sie ist meine Lebensgefährtin, sie hat einen Wohnsitz in Vorarlberg und arbeitet auch immer wieder in meiner Apotheke im Sinne des Familienverbandes mit“, kann der Vorarlberger im Interview mit „MedMedia“ keine Verfehlung ausmachen.

Im Bericht wird auch die Frage aufgeworfen, wie es möglich ist, dass die Frau in Niederösterreich selbstständig eine Apotheke führt und gleichzeitig im Ländle in der Niederlassung ihres Partners arbeitet. „Aufgrund meiner beruflichen Reisen nach Wien pendle ich sicher mehr und helfe auch immer wieder in ihrer Apotheke aus. Ab und zu ist sie aber auch in Vorarlberg“, wird Rehak zitiert.
Im Zuge der angekündigten Durchimpfung des Personals habe er sie dann angemeldet. „Diese Aktion war breit angelegt, um die gesamte Infrastruktur des Gesundheitsbereiches zu impfen. Es gab keine Einschränkungen oder Informationen darüber, dass der Impfstoff knapp wäre“, erklärt sich Rehak.

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