Kärnten

Ex-BZÖ-Politikerin angeklagt

13.01.2021 • 15:35 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Johanna Trodt-Limpl holen jetzt Aktivitäten aus ihrer längst beendeten Politik-Karriere ein
Johanna Trodt-Limpl holen jetzt Aktivitäten aus ihrer längst beendeten Politik-Karriere ein APA/Eggenberger

Sprachkurs, den es nicht gab, wurde Johanna Trodt-Limpl zum Verhängnis.

Wenn sich Politiker – und nicht nur sie – weiterbilden, ist das eigentlich eine gute Sache. Das dachte sich auch die ehemalige Kärntner Landtagsabgeordnete Johanna Trodt-Limpl und „belegte“ einen Sprachkurs an einer Universität in den USA. Die Kosten dafür – rund 21.000 Euro – stellte sie ihrer damaligen Partei, dem BZÖ, in Rechnung.

Doch diesen Kurs hat es – zumindest mit Trodt-Limpl – nicht gegeben. Davon war BZÖ-Obmann Helmut Nikel überzeugt und brachte 2017 eine umfangreiche Anzeige gegen Trodt-Limpl und ihren Ex-Kollegen Wilhelm Korak ein. Die Staatsanwaltschaft (StA) Klagenfurt begann mit Ermittlungen.

Dubiose Autorechnung

Während sie diese gegen Korak in allen Punkten aus Beweisgründen eingestellt hat, hat sie gegen Trodt-Limpl einen Strafantrag eingebracht, wie StA-Sprecherin Tina Frimmel-Hesse bestätigt. Die Anklagebehörde wirft der ehemaligen Politikerin schweren Betrug, Betrug, Untreue und Veruntreuung vor. Trodt-Limpl hat die Vorwürfe gegen sich in der Vergangenheit stets bestritten und zurückgewiesen.

Gemeinsam mit Trodt-Limpl muss sich eine weiterer einstiger BZÖ-Mann aus dem Bezirk St. Veit am Landesgericht Klagenfurt verantworten. In seinem Fall geht es um ein dubiose Rechnung für ein Auto. Der verursachte Gesamtschaden beträgt knapp 28.000 Euro.

Für die Angeklagten gilt die Unschuldsvermutung.