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„Alles, was man für draußen braucht“

Panto Outdoor feiert heuer sein zehnjähriges Jubiläum. Das Outdoor-Unternehmen von Tobias Loser, Pascal Sonnleithner und Andreas Wagner ist eine ziemliche Erfolgsgeschichte.

Brigitte Kompatscher (text) Klaus Hartinger (Fotos)

Angefangen hat die ganze Geschichte in Nepal. Dort war der damals 20-jährige Bregenzer Tobias Loser vor rund zwölf Jahren am Wandern, als er einen Schweizer kennenlernte, der Bekleidung aus der Gegend in sein Heimatland importierte. „Wir haben uns gut verstanden“, erinnert sich der heute 32-Jährige – und die Geschäfts­idee hat den Vorarlberger interessiert. Wobei der Gedanke an eine berufliche Selbstständigkeit für Loser, der zu jener Zeit in Wien studierte, nicht erst da aufgekommen ist. Schon früher hatte er mit dem gleichaltrigen Pascal Sonnleithner aus Bregenz, einem Freund aus Kindertagen und damals Wirtschaftsstudent an der FH, überlegt, was sie diesbezüglich machen könnten, erzählen die beiden.

Mobiler Laden

Mit der Bekleidung aus Nepal war ein Konzept gefunden und mit dem heute ebenfalls 32-jährigen Oberösterreicher Andreas Wagner („Wir kennen uns schon lange von den Pfadfindern“) der Dritte im Bunde – wobei am Anfang kurzzeitig noch ein Vierter dabei war. Zunächst wurden dann einmal Lokale monateweise gemietet, in denen die Waren verkauft wurden – damals noch unter dem Namen Sherpa Outdoor. „Das haben wir in Ober­österreich und in Vorarlberg probiert.“ Es hat funktioniert, und relativ bald kam dann die Überlegung, dass der Aufwand bei fixen Räumlichkeiten auch nicht wirklich größer wäre.

Ein kleines Lokal in der Bregenzer Kirchstraße wurde dann 2005 zum ersten fixen Shop – mit dem Namen Panto Outdoor, wobei sich der erste Teil aus den Vornamen der drei Gründer zusammensetzt. Der Salamander kam als Symbol dazu, „weil er ein Tier ist, das bei jedem Wetter draußen ist und grad bei Regen hervorkommt“, erläutert Loser.

„Das Risiko war durch die Größe der Räumlichkeiten überschaubar“, erinnern sich die drei an die Anfänge in Bregenz, wobei das Geschäft in der Folge ganz gut gelaufen sei. „Es war ein bisschen eine Übungsfirma“, merkt Sonnleithner an und fährt dann mit einem Grinsen fort: „Jetzt wären wir mit den Umsätzen nicht mehr zufrieden, aber damals hat das gepasst. Das war schon cool.“

Nebenberuflich

Zumal die drei zu jener Zeit alle noch mit ihrem Studium – Loser und Wagner mit Wirtschaft und Recht in Wien – beziehungsweise mit einem Vollzeitjob beschäftigt waren. Bald einmal danach wollten sie das Konzept auch an einem anderen Ort ausprobieren – mit Krems wurde ein weiterer Standort eröffnet. Den Laden gibt es bis heute, aber nicht mehr lange. Nachdem kein neuer Shopleiter gefunden wurde und zugleich der Fokus auf Vorarlberg liegt, wird er demnächst geschlossen.

„Wir wollen uns voll auf Vorarlberg konzentrieren“, formuliert Wagner das Konzept des Unternehmens – wo es 2006 mit einem weiteren Shop in Frastanz weiterging. Und als das Lokal in Bregenz endgültig zu klein geworden war, übersiedelten die drei 2010 nach Hard, wo sie ihr Sortiment auf rund 550 Quadratmetern Verkaufsfläche anbieten können.

Bis vor fünf Jahren ist Wagner noch gependelt, seit 2010 lebt nun auch er fix in Vorarlberg. Und die Expansion ging weiter. 2013 wurde ein Geschäft in Mellau eröffnet. „Es ist eine sportliche Gegend, und wir sind selbst sehr viel im Bregenzerwald“, meint Loser dazu. Im vergangenen Herbst folgte die Eröffnung eines weiteren Panto-Outdoor-Shops in Egg. Neben den Touristen haben die Läden einen hohen Anteil an Stammkunden, berichten die drei, die zwar nicht krampfhaft weiter expandieren wollen, aber durchaus am Schauen sind, wo sich Möglichkeiten für Geschäfte ergeben könnten.

Die Stärke ihres Unternehems sehen sie unter anderem darin, dass sie „Outdoor für jedermann“ anbieten, sprich ein Sortiment, das nicht nur die extreme Sportlerin, sondern auch den gemütlichen Spaziergänger anspricht. Produkte aus Nepal gibt es allerdings mittlerweile nicht mehr: Komplizierte Zollbestimmungen und unzuverlässige Lieferzeiten machten den Import irgendwann nicht mehr praktikabel.

Große Auswahl

Vielmehr liegt die Konzentration auf Outdoor-Waren aller Art. „Aber wir haben zum Beispiel keine Fußbälle oder ähnliches, weil wir kein reines Sportgeschäft sind.“ Der Fokus liegt auf wenigen Marken, innehalb derer ein breites, vielfältiges Sortiment angeboten wird. „Aber auch da haben wir sehr viel dazugelernt im Laufe der Jahre“, sagt Wagner. Während es anfangs nur Bekleidung gab, findet sich in den Geschäften mittlerweile „alles, was man für draußen braucht“: von Schuhen über Mützen und Unterwäsche zu Rucksäcken, Schlafsäcken und einer ganzen Reihe von Accessoires. Und auch die Kleinsten werden in den Läden fündig.

Ein Sortiment, das bei den Kunden gut ankommt, wie die drei versichern – wobei, stehenbleiben wollen und können sie nicht. „Wir schauen immer, das wir uns weiterentwickeln.“ Ab Herbst wird es etwa eine „skandinavische Ecke“ geben: Mode aus dem Norden, die funktional und ästhetisch ansprechend gleichzeitig ist.

Während in der Outdoor-Branche eigentlich die Meinung herrscht, dass der Höhepunkt überschritten ist, wie Sonnleithner erläutert, kann sich das Vorarlberger Unternehmen über steigende Umsätze freuen. „Wir bemühen uns um eine hohe Kundenzufriedenheit und haben vielleicht auch den Vorteil, dass wir noch nicht so alteingessessen sind“, versucht das Trio Gründe für den Erfolg zu finden. „Wir investieren viel Zeit, Dynamik und Kreativität, und unsere Bekanntheit wird immer größer.“ Dazu komme eine hohe Beratungsqualität. „Daher sind auch unsere Mitarbeiter sehr wichtig“, ergänzt Loser.

Die drei engagierten und sympathischen Unternehmer fungieren als gleichberechtigte Geschäftsführer, was – nachdem vieles gemeinsam besprochen wird – dazu führen kann, dass es manchmal ein bisschen länger dauert, bis es zu Entscheidungen kommt, erzählen sie. „Aber deren Qualität ist in der Regel dann gut“, meint Sonnleithner dazu.

Wenn es die Zeit zulässt, dann sind Loser, Sonnleithner und Wagner auch selbst so viel wie möglich draußen aktiv, erzählen sie – Wagner in den letzten Jahren etwa beim Hiking in Schottland und in Island. Und dann werden natürliche jene Produkte getestet, die sich auch in ihren Läden finden. Stimmig – so wie überhaupt die ganze Geschichte.

Panto Outdoor

Inhaber: Tobias Loser, Pascal Sonnleithner und Andreas
Wagner.

Gründung: 2005 in Bregenz.

Shops: Hard (Zentrale), Frastanz, Mellau, Egg, Krems (wird
geschlossen).

Mitarbeiter: 22, davon ein
Lehrling.

Umsatz: 2014 wurde ein Plus
von 22 Prozent erzielt.

n http://panto.at

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