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„Ich bin Kommunist – ein Gläubiger“

Sie haben große Lust, Geschichten zu erzählen, sagten Sie uns zuletzt. Welche Geschichten?

ben becker: Mit meinem Konzertabend „Den See“ erzähle ich von der weichen Seite des Herrn Becker. Keine Kettensägen mehr auf der Bühne. Den Nachdenklichen, den Leisen, den lasse ich jetzt einmal zu.

„Den See“ – warum so sperrig?

becker: Weil ich den See meine. Den See des Lebens, in dem wir alle schwimmen. Viele glauben, ich hätte mich mit der Grammatik vertan oder hätte eine Meise. Aber nein, es ist schon ein bisschen Lyrik dabei.

Es soll ein „Abend voll melancholischer Schönheit, traurigen Liedern und einer leeren Packung Zigaretten“ werden. Welche Songs singen Sie?

becker: Lieder, die mich seit langer Zeit begleiten. Rio Reisers „Übers Meer“, „You know who I am“ von Leonard Cohen, „Hurt“, bekannt geworden durch Johnny Cash . . . und noch mehr als zehn eigene Songs.

Viel Zeit zum Rauchen bleibt da nicht. Sie singen von großen Gefühlen, die Musik ist erstklassig.

becker: Die musikalische Leitung hat Yoyo Röhm. Ich verarsche mein Publikum nicht. Ich bin ein ernsthafter Arbeiter. Und Anarchist. Und Kommunist – ein Gläubiger.

Interessante Kombination.

becker: Ich habe „Die Bibel“ ja nicht aus Jux und Tollerei gemacht. Ich komme aus einem 68er-Haushalt, habe den dialektischen Materialismus verinnerlicht, dann die Bibel gelesen und Parallelen zum Kommunismus gefunden. Aber jetzt rudern wir ein bisschen weit hinaus . . . auf den See.

INTERVIEW: MANUELA SWOBODA

„Den See“: Ben Becker. Ein Konzert. 8. Oktober, 21 Uhr, Konzerthaus Wien. Karten: Tel. (01) 96 01 96. oeticket.com

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