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„Il Trittico“: Reich an Emotion und Intelligenz

Wien. Zwei omnipräsente, winzige Kinderschuhe erweisen sich als wunderbare, symbolhafte Klammer: Als Kinderwunsch von Michele in „Il tabarro“, als herbeigesehntes Wiedersehen mit dem Sohn von „Suor Angelica“ wie auch als baldiger Kindersegen des jungen Paares in „Gianni Schicchi“.

Damiano Michieletto („La bohéme“ 2012 und „Falstaff“ 2013 bei den Salzburger Festspielen) hat Giacomo Puccinis viel zu selten gemeinsam aufgeführtes „Il Trittico“ am Theater an der Wien intelligent, hart am Libretto, wenn nötig drastisch und immer reich an Emotionen im Heute in Szene gesetzt – von düster bis zu einem Feuerwerk an praller Komödiantik.

Als weitere Klammer dient ihm das Bühnenbild (Paolo Fantin): Schiffscontainer, die zu Klosterzellen wie auch zu einer angekramten Wohnung mutieren. Auf der Bühne dominieren Roberto Frontali mit ungemeiner Präsenz und Stimmkraft (Michele/Gianni Schicchi) und Patricia Racette mit ausdrucksstarker Intensität (Giorgetta/Angelica). Zum Fürchten wie zum Schreien komisch: Marie-Nicole Lemieux (Fürstin/Tante). Wacker schlägt sich Rani Calderon als Einspringer für den erkrankten Kirill Petrenko am Pult des klangschön musizierenden RSO Wien. Er ist jedoch mehr auf Sicherheit denn auf Leidenschaft und zügige Tempi bedacht. Jubel!

HELMUT CHRISTIAN

12., 15., 18., 20., 23. 10., 19 Uhr,
Theater an der Wien. Karten: Tel.
(01) 58 8 85. www.theater-wien.at

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