Kontakt

Neue Zeitungs GmbH
Gutenbergstraße1
6858 Schwarzach

Phone: 0043 5572 501 500

Philosoph Sloterdijk geht unter die Librettisten

münchen. Die Bayerische Staatsoper bringt nach Richard Wagners „Ring des Nibelungen“ nun das nächste Mammutwerk auf die Bühne: Am 27. Oktober wird im Nationaltheater mit „Babylon“ die erste abendfüllende Oper des Münchner Komponisten Jörg Widmann uraufgeführt. Den Text dazu hat der Philosoph Peter Sloterdijk geschrieben – und der versprach „eine wagnerische Richtung“, Turbulenzen und viel Pathos.

In „Babylon“ erzählen Widmann und Sloterdijk in erster Linie eine Geschichte von Liebe, Freundschaft und dem Aufeinanderprallen der jüdischen und babylonischen Kultur. Es gibt eine Sintflut, Menschenopfer, und einen Besuch in der Unterwelt. Widmann und Sloterdijk zeigen nicht die alttestamentarische „Hure Babylon“, sondern würdigen die antike Stadt als Symbol einer multikulturellen Utopie. Inszeniert wird die Geschichte von Carlus Padrissa von der katalanischen Theatergruppe La Fura dels Baus. Am Pult steht Generalmusikdirektor Kent Nagano. Für Sloterdijk ist sein erstes Libretto auch der Versuch, mehr Qualität in die moderne Opernlandschaft zu bringen. „Die großartigste Musik hat immer im Dienst der fragwürdigsten Textbücher gestanden“, sagte Sloterdijk. „In der zeitgenössischen Oper ist es immer ein vertonter „Tatort“ oder ein literarischer Unglücksfall.“ Bei „Babylon“ soll das anders sein.

Bitte melden Sie sich an, um den Artikel in voller Länge zu drucken.

Bitte geben Sie Ihren
Gutscheincode ein.

Der eingegebene Gutscheincode
ist nicht gültig.
Bitte versuchen Sie es erneut.
Entdecken Sie die NEUE in Top Qualität und
testen Sie jetzt 30 Tage kostenlos.