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Temperamentvolles und „Spannungen“

Schwarzenberg. Es hat schon fast Tradition, dass zum Abschluss der Spätsommer-Schubertiade im Bregenzerwald der deutsche Pianist Lars Vogt mit seinen Freunden musiziert und somit einen Gruß bringt von seinem eigenen Festival „Spannungen“ in der Eifel, bei dem übrigens auch „unser“ Aaron Pilsan regelmäßig auftritt. Am Sonntagmittag musizierte Vogt mit den beiden Geschwistern Christian und Tanja Tetzlaff. Im zweiten Teil erklang wie schon mehrfach in diesen Tagen ein Kammermusikwerk von Antonín Dvorák, hier das Klaviertrio in f-Moll „Opus 65. Es war, als ob sein aufgewühlter Duktus seinen Schatten vorauswarf auf Schuberts vielgeliebtes Klaviertrio in B-Dur D 898, so wild wie Christian Tetzlaff es an der Violine anging. Die drei Musiker reizten die Grenzen des Ausdrucks während des ganzen Konzerts aufs Intensivste aus und brachten so „Spannungen“ auch ins idyllische Schwarzenberg. Temperamentvolles Aufbäumen bis nahe ans Harsche wechselte mit unglaublicher Zartheit, etwa im Andante Schuberts in einem empfindsamen Dialog von der Geige Christians mit dem Cello Tanjas, oder auch im langsamen dritten Satz bei Dvorák, wo die beiden so betörend spielten, dass man glaubte, niemals schönere Klänge vernommen zu haben. Lars Vogt am Klavier hat sich seit seinen vergangenen Auftritten bei der Schubertiade toll gesteigert, sein Spiel ist jetzt so federnd und klar, wie man es sich nur erträumen mag. Das Publikum im ausverkauften Angelika-Kauffmann-Saal erklatschte sich an diesem Sonntag eine Zugabe: den langsamen Satz aus Mozarts KV 502, erneut betörend schön.

anna mika

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