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Skulpturen aus Schrott

Der Verein allerArt erinnert mit einer Ausstellung an den Bludenzer Edwin Neyer.

Inge el-himoud-sperlich

Edwin Neyer, der 1913 in Bludenz geboren wurde und 1984 in Heidelberg starb, widmet allerArt in Zusammenarbeit mit Barth-Art eine Ausstellung. Steffen Barth, der mit Edwin Neyer seit seiner Heidelberger Studentenzeit befreundet war und Rechtsanwalt in Karlsruhe ist, wurde vom Künstler zum Nachlasserben bestimmt. So ist es dem kunstsinnigen Juristen ein Anliegen, auf das Werk des in seiner Heimat weitgehend unbekannten Künstlers aufmerksam zu machen.

15 Eisenskulpturen, Gouachemalerei und eine Reihe seiner Tischkarten, die Neyer anlässlich seines 70. Geburtstags druckte, sind jetzt bei allerArt in Bludenz zu sehen. Stürmisch bewegt war Neyers Leben. Er war Schüler in der Klosterschule Mehrerau, begann aber nach dem Tod seines Vaters 1929 eine Malerlehre in Innsbruck und besuchte dort die von Toni Kirchmayr gegründete Zeichen- und Malschule, in welcher sich auch der Vor-
arlberger Maler Martin Häusle und der in Schruns tätige Maler Konrad Honold ausbilden ließen.

Kriegsszenen

Wie Häusle und Honold bekam auch Edwin Neyer später immer wieder Aufträge für Kirchenaustattungen. Neyer studierte kurzzeitig bei Julius Diez in München, besuchte Italien, lernte den polnischen Landschaftsmaler Stanislaw Kamocki kennen, mußte 1940 zum Militär und zeichnete Kriegsszenen. Nach dem Krieg baute er sein Atelier in Bludenz, lebte in den 50er-Jahren in Kaiserslautern und später in Heidelberg und begann aus Eisenschrott Skulpturen zu gestalten.

Es sind schmale hohe, skurrile, die Fantasie der Betrachter anregende Figuren, die gern auf dünnen Beinen stehen, armlos sind und ausladenden Kopfschmuck tragen. Die so in den 50er-Jahren erarbeiteten Formen finden ihre Fortsetzung in Neyers sensibel farbig abgetönten Gouachen und Tischkarten.

Die Ausstellung läuft bis 16. Februar.

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