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Kosmos Theater: Förderung junger Talente

Zwei Ur- und zwei österreichische Erstaufführungen zeigt das Kosmos Theater Bregenz 2014.

angelika drnek

Um den „Mut, sich zu zeigen“, geht es in der kommenden Theaterproduktion des Kosmos Theaters, meinte Hubert Dragaschnig gestern bei der Spielplanpräsentation für 2014. Diesen Mut hat Katie, die 18-jährige Protagonistin in Jack Thornes Drama „Bunny“ – ein klassisches Coming-of-Age-Stück. Thorne, 1978 in Bristol (Großbritannien) geboren, wurde für diesen Text 2010 beim Edinburgh Festival mit dem „Fringe First“-Preis ausgezeichnet. Hubert Dragaschnig wird Regie führen und dabei nicht nur mit Schauspielerin Michaela Spänle zusammenarbeiten, sondern auch mit einer eigens für die Theaterproduktion gegründeten Band, den „Killerbunnies“. „Das Stück soll als Konzert inszeniert werden“, erläutert der Regisseur. Die Musik stammt von Herwig Hammerl. Österreichische Erstaufführung wird am 6. Februar gefeiert.

Uraufführung in Leipzig

Ebenfalls eine österreichische Erstaufführung ist das Stück „Am Beispiel der Butter“ des 1985 in Graz geborenen Ferdinand Schmalz. Schmalz gewann 2013 den Retzhofer Dramapreis. Im kommenden März wird „Am Beispiel der Butter“ in Leipzig uraufgeführt, danach wird das Stück in einer Inszenierung von Stephan Kasimir zu sehen sein.

„Man muss dankbar sein“ und „Ihr könnt froh sein“ sind zwei Theatertexte von Volker Schmid (geboren 1976 in Klosterneuburg). Während der erste Text bereits 2007 in Wien uraufgeführt wurde, verwebt Hubert Dragaschnig nun die beiden Texte zu einem einzigen Theaterabend. Globalisierung, Schlepperbanden und Systemkritik stehen im Mittelpunkt der Produktion.

Die letzte große Produktion des Theaters ist ein Auftragswerk. Die junge Vorarlberger Autorin Nadja Spiegel arbeitet gerade an einem Text mit dem Arbeitstitel „Kilometer fressen macht auch nicht satt“. Regie wird Augustin Jagg führen.

Wie schon im vergangenen Jahr wird es auch heuer wieder Kosmosdrom-Weekends geben – kuratiert von Stephan Kasimir. Unter dem Motto „OberUnterOderland“ haben sich unter anderen Linda Achberger, Maya Rinderer und Amos C. Postner mit dem Thema Vorarlberg beschäftigt. Bei sämtlichen Kosmosdrom-Veranstaltungen sollen junge Talente aus Vorarlberg die Chance bekommen, mitzuwirken. So werden beispielsweise Lisa Weiss und Stefan Pohl einen Abend inszenieren. Auch die Theaterallianz mit Häusern in Wien, Graz und Linz und Klagenfurt besteht weiter. Ein Festival wird zwar dieses Jahr nicht über die Bühne gehen, dafür aber wird es zu einem Stücke-Austausch zwischen Bregenz und dem Schauspielhaus Wien kommen.

Inhaltlich ist das Kosmosjahr von der Förderung junger Talente bestimmt. Finanziell braucht das Theater aber selbst Förderung. Durch einen auf drei Jahre angelegten Konsolidierungsplan sei das Korsett jetzt noch enger, sagen Dragaschnig und Jagg. Die Eigenleistung des Theaters liege für 2013 bei 23 Prozent, wichtigster Subventionsgeber sei das Land. „Wenn alle Stricke reißen, trifft es die letzte Produktion,“ meint Jagg. Vergangenes Jahr haben 11.000 Menschen die insgesamt 126 Veranstaltungen des Theaters besucht. Die Auslastung lag damit bei rund 80 Prozent.

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