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Elfriede Jelinek: Über Tiere und Schutzbefohlene

Zwei Elfriede-Jelinek-Uraufführungen werden von Schweizer und deutschen Theatern angekündigt.

Das Stück „Über Tiere“ wurde im Jahr 2007 von Ruedi Häusermann im Burgtheater-Kasino in Wien uraufgeführt. In ihrem Stück, in das Abhörprotokolle eines Wiener Callgirl-Rings eingearbeitet wurden, setzt sich Jelinek mit Sexualität und Abhängigkeit, mit Macht und Konsum auseinander.

Für das Schauspielhaus Zürich, in dessen Schiffbau-„Box“ die Produktion gespielt wird, hat die Autorin einen aktuellen Zusatztext verfasst, in dem sie laut Ankündigung anhand des „viel diskutierten ‚Zürcher Strichplatzes‘ jegliche Ökonomisierungsstrukturen von Sexualität rhetorisch brillant an den Pranger stellt“.

Der Theatertext „Die Schutzbefohlenen“ wurde von Jelinek im Sommer des Vorjahres anlässlich der Flüchtlingsproteste in der Wiener Votivkirche geschrieben und vom Hamburger Thalia Theater gemeinsam mit afrikanischen Flüchtlingen im September in der Hamburger St.-Pauli-Kirche als Urlesung präsentiert.

Jelinek-Experte

Das Thalia Theater ist nun auch Produzent der Uraufführung, die Jelinek-Experte Nicolas Stemann in Mannheim inszenieren wird. „In ihrem Text verschränkt sie die Katastrophe, ihre Ursachen und ihre Folgen mit Motiven aus Aischylos’ Tragödie ‚Die Schutzflehenden‘ und gibt den Geschichten der Asylsuchenden eine Stimme“, so die Ankündigung. „Nicolas Stemann inszeniert den komplexen und berührenden Text von Elfriede Jelinek als sprach- und bildmächtiges Oratorium, das uns in Form und Inhalt mit der Aporie der nie eingelösten Humanität Europas konfrontiert.“

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