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Größere???????ungen titel zweizeilig

Imelda Wachter zeigt in Bludenz den bunten Alltag Marrakeschs, Ben Hübsch in Feldkirch seine neuesten farbenfrohen Arbeiten.

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Das bunte Leben in der alten, aber höchst lebendigen Stadt im Südwesten Marokkos fasziniert die Vorarlberger Künstlerin Imelda Wachter. Seit Jahren lebt und arbeitet sie dort mehrere Monate im Jahr und betreibt auch mitten in der Altstadt ein kleines Hotel. Wachter, die sich an der Schule für Gestaltung in St. Gallen ausbilden ließ, zeigt jetzt bei allerArt in Bludenz eine Videoinstallation und Digitaldrucke, die Menschen rasterhaft verfremdet wiedergeben sowie einen arabischen Schriftzug aus schwarz glänzendem Acrylglas, der übersetzt „Augenblick“ bedeutet. Der flüchtige Moment, der Augenblick ist das Thema ihrer Ausstellung. Sie filmte einen Tag lang Menschen, die zwischen der alten Stadtmauer und einem Arkadenhof ihrer Wege gehen: Frauen in langen farbigen Gewändern, Männer, die eine Karre vor sich herschieben, ein Kind mit einer Plastiktüte, ein Mann mit einem Kind an der Hand, junge Burschen auf ratternden Motorrädern, eine Katze. Man schaut dem Alltagstreiben zu und schon sind die Leute hinter einer Säule oder hinter der roten Ziegelmauer verschwunden.

Der Tag vergeht, die Schatten werden länger, ein Alltag in Marrakesch, der doch recht kurzweilig ist. Wachter präsentiert ihre Filme in einem turm­artigen Aufbau und mit Hilfe von fünf Videoprojektoren. Die Ausstellung ist bis 11. Mai zu sehen.

Streifenweise

Günter Feurstein hat seit Gründung seiner Feldkircher Galerie 2007 den Freiburger Künstler Ben Hübsch fest im Programm. „Colorado“ war der bezeichnende Titel einer dieser vier Ausstellungen, die Gemälde vorstellten, die allein auf bunte Farben und klare Formen setzen. Jetzt zeigt Hübsch, inzwischen Professor in seiner Heimatstadt, in der Galerie Feurstein neue Streifenbilder und sichtbar überarbeitete Gemälde, die den fragilen Charme des Vergänglichen ausstrahlen.

Gleichmäßig ist eines seiner Gemälde durch gelbe vertikale und horizontale Streifen unterteilt. Die Streifen sind von roten und rosafarbenen Streifen begleitet, die ineinander verwoben auf- und abtauchen. Durch diese Gitterstruktur ist der Blick frei auf Farbflächen, die zwischen Braun im unteren Teil über Türkisblau zu Himmelblau im oberen Teil changieren. Es sind Farben, die eine Landschaft irgendwo an einem morastigen See, an einem Sonnentag suggerieren.

Ben Hübsch bringt durch Sfumato, dem feinen Ineinananderfließen der Farbtöne, den behutsamen Übergang von lichten zu dunklen Farben, die an sich starre geometrische Ordnung in Schwingung. Er täuscht Plastizität und schimmernden Glanz vor und lässt auf einer seiner neuesten Arbeiten überkreuzte gelb-rosafarbene Streifen vor einem hellen von türkis bis himmelblau changierenden Hintergrund schweben.

Die Ausstellung läuft bis 13. Mai.

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