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Das Modell zur Skulptur

Eine Schau in Schaan zeigt die Modelle für die Skulpturen im Garten der Stein-Egerta.

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Bevor nach der sechsmonatigen Umbauphase das Kunstmuseum Liechtenstein am 16. Mai wieder öffnet, gibt es noch eine dritte ausgelagerte Ausstellung. Nach Präsentationen im Gasometer Triesen, im Küefer-Martis-Huus in Ruggel sind im Foyer der Erwachsenenbildungsstätte Stein-Egerta in Schaan Zeichnungen, Modelle und Kleinplastiken ausgestellt. Also Einsichten in skulpturale Werkprozesse der im Park stehenden Skulpturen von Claus Bury, Gottfried Honegger, Georg Malin und Kurt Sigrist. 1943–1945 ließ der deutsche Waffenhändler und Geheimdienstmitarbeiter Rudolf Ruscheweyh (1905–1957) für sich und seine Familie in Schaan eine private Residenz bauen. 1981 kam das am Waldrand gelegene Anwesen in den Besitz der Gemeinde Schaan und seit 1982 ist hier der Sitz der Bildungsstätte Stein-Egerta.

Quader und Kuben

Der Liechtensteiner Kunsthistoriker, Archäologe, Bildhauer und Politiker Georg Malin, der 1968-1996 Konservator der Liechtensteinischen Staatlichen Kunstsammlungen war, setzte sich dafür ein, Skulpturen auf öffentlichen Plätzen überall in Liechtenstein aufzustellen. So auch im Park der Villa Ruscheweyh. Claus Bury, eigentlich gelernter Goldschmied, wurde beauftragt, für dieses steil abfallende, terrassierte Gelände eine adäquate Skulptur zu schaffen. Wie trotzig nimmt seine aus grün schimmernden Andeer Granitquadern aufgeschichtete Skulptur die Herausforderung des abschüssigen Hangs und der schroffen Felswand im Hintergrund auf. Hoch aufgetürmt sind die Quader seiner Skulptur zur Talseite hin und gleichen sich zur Bergseite hin dem Niveau der Terrasse an. Seit 1979 baut der 1946 im hessischen Gelnhausen geborene und seit 1987 in Wuppertal lehrende Professor Skulpturen nach den Gesetzen der Fibonacci-Folge. Er rhythmisiert, öffnet die Quader im unteren Bereich nur spaltbreit, erweitert die Spalte nach oben zu und lässt sie gen Himmel offener und lichter werden.

Der Schweizer Bildhauer Kurt Sigrist schuf 1992 für den Park einen in der Mitte vertikal geteilten Würfel aus Cortenstahl. Durchschreiten lässt sich die eine Hälfte, während die andere Hälfte nur oben offen ist. Weiters ist eine gelbe, blütenartig hoch aufschießende Skulptur des 1917 in Zürich geborenen Grafikers und Bildhauers Gottfried Honegger zu sehen sowie Malins 1984 entworfener „Andreaskreuz- Würfel“.

Die „Einsichten in skulpturale Werkprozesse“ im Foyer der Villa sind bis 1. Juni während der Bürozeiten (Montag– Freitag, 9 bis 17 Uhr) zu sehen.

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