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Eine Minute lang Kunstwerk sein

frankfurt. Eine Minute lang ein Kunstwerk sein: Museumsbesucher haben ab heute im Frankfurter Städel-Museum Gelegenheit, sich selbst als „One Minute Sculpture“ auszustellen. Der österreichische Künstler Erwin Wurm (59) ist mit seiner skurrilen Werkserie bis Mitte Juli zu Gast in Frankfurt.

Die Besucher werden dazu animiert, ihren Schuh wie ein Telefon ans Ohr zu halten, Flaschen zwischen Körpern zu balancieren oder wie ein Hund auf allen Vieren vor dem Eingang des Museums zu warten. Die 16 Mitmach-Stationen sind übers ganze Haus verteilt, bis hinaus in den Museumsgarten. Gemalte oder geschriebene Anleitungen sagen dem Besucher, was er an welcher Stelle zu tun hat, um für 60 Sekunden zu einem absurden Kunstwerk zu werden.

Städel-Direktor Max Hollein lobte die Arbeiten am Dienstag als „radikal“ und „subversiv“. Kurator Martin Engler erklärte: „Wurm arbeitet sich konsequent an der Erweiterung unserer Vorstellung davon ab, was eine Skulptur sein kann, wenn sie nicht mehr aus Bronze gegossen oder aus Marmor gemeißelt wird.“ Wurm bat die Besucher, „den Aspekt des Humors nicht überzubewerten“.

Viele Bildideen hat Wurm schon früher umgesetzt – ältere „One Minute Sculptures“ dokumentiert das Städel in Foto und Video, einige Arbeiten sind eigens für die Frankfurter Ausstellung entstanden.

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