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Gurlitt: Sammlung an Berner Museum vermacht

münchen. Cornelius Gurlitt überrascht die Kunstwelt auch nach seinem Tod: Der am Dienstag gestorbene Kunstsammler Cornelius Gurlitt hat seine umstrittene millionenschwere Sammlung dem Kunstmuseum Bern in der Schweiz vermacht. Die privatrechtliche Stiftung Kunstmuseum Bern wurde laut Testament zur „unbeschränkten und unbeschwerten Alleinerbin eingesetzt“, wie Museumsdirektor Matthias Frehner am Mittwoch mitteilte. Die Nachricht habe eingeschlagen „wie ein Blitz aus heiterem Himmel“, ergänzte er. Es habe „zu keiner Zeit irgendwelche Beziehungen zwischen Herrn Gurlitt und dem Kunstmuseum Bern“ gegeben. Das bayerische Kunstministerium kündigte an, die Sammlung auf ihre Bedeutung für das deutsche Kulturgut zu prüfen.

Gurlitt hinterließ seinen letzten Willen nach Angaben des Münchner Amtsgerichtes bei einem Notar in Baden-Württemberg. Das Gericht wird nun prüfen, ob das Testament gültig ist. Außerdem ordnete das Amtsgericht auf Antrag der Staatsanwaltschaft München die Obduktion von Gurlitts Leiche an. Die Todesursache sei unklar, sagte Oberstaatsanwalt Thomas Steinkraus-Koch. „Wir wollen damit klären, wie die Todesursache tatsächlich ist und ob es Anhaltspunkte für ein Fremdverschulden gab.“ Bislang gebe es dafür aber keine Anzeichen.

Der Berner Museumsdirektor zeigte sich „einerseits dankbar und freudig überrascht“. Er wolle aber auch nicht verhehlen, dass das Vermächtnis „eine erhebliche Verantwortung und eine Fülle schwierigster Fragen aufbürdet, Fragen insbesondere rechtlicher und ethischer Natur“.

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