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3 days to kill

Müder Wettlauf gegen die Zeit

Routinierte Action, unorigineller Plot mit Familienanschluss: Regisseur McGs neuer Streifen „3 Days To Kill“ punktet weder mit Witz noch mit guten Einfällen.

Für in die Jahre gekommene Hollywoodstars gibt es seit einiger Zeit ein neues, gewinnbringendes Betätigungsfeld: den Actionfilm. Jetzt springt Kevin Costner (59) auf den Actionzug auf. In „3 Days To Kill“ darf der Herzensbrecher einen CIA-Agenten spielen, der notfalls auch über Leichen geht, in erster Linie aber seine pubertierende Tochter zähmen muss und seine Ex-Frau umgarnt.

Das Drehbuch zu diesem rasanten, aber wenig originellen Thriller mit Familienanschluss stammt vom französischen Regisseur und Autor Luc Besson. Der garantiert für hübsche Ansichten von Eiffelturm bis Montmartre – nur leider arbeitet sein Skript mit den immer gleichen Schablonen. Nett anzusehen ist der von Regisseur McG („3 Engel für Charlie“) in Szene gesetzte Film trotzdem.

Suche nach dem Wolf

Costner spielt sehr routiniert den in die Jahre gekommenen CIA-Agenten Ethan Renner, der nur noch wenige Monate zu leben hat. Diese Zeit will er mit seiner Ex-Frau Christine (Connie Nielsen) und der gemeinsamen Tochter Zooey (Hailee Steinfeld) in der Seine-Metropole verbringen. Aber der wettergegerbte Haudegen kommt einfach nicht zur Ruhe. Seine Chefin Vivi (Amber Heard) spannt Renner noch für einen letzten Auftrag ein. Er soll in drei Tagen einen gefürchteten Terroristen, den „Wolf“, zur Strecke bringen. Dafür versorgt Vivi den Todkranken mit einem neuen, noch nicht erprobten Medikament, das ihm vielleicht das Leben retten könnte.

Stress mit Töchterchen

Kevin tanzt also wieder mit dem Wolf, nur diesmal nicht in den Weiten der Prärie, sondern im Kugelhagel der Großstadt und mit reichlich Explosionen. Aber der viel härtere Job für den Agenten ist seine Tochter Zooey. Da holt sich der überforderte Papa schon mal Erziehungstipps bei einem zwielichtigen Chauffeur, der zufällig zwei Töchter hat. Oder ein italienischer Buchmacher wird nicht zu Geständnissen gezwungen, sondern muss stattdessen ein Rezept für Pasta ins Telefon flüstern, damit das Töchterchen ihren Freund bekochen kann. So richtig witzig ist das alles nicht.

So changiert dieser Thriller zwischen etwas angestrengter Komik und routinierter Action, ohne allerdings zur reinen Parodie im Stile der „R.E.D.“-Serie zu werden. Zwei Stunden Popcornkino mit einem angedeuteten Happy End – mehr sollte man bei „3 Days To Kill“ nicht erwarten.

■ Ab morgen im Kino.

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