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Bushäuschen machen Stopp in Dornbirn

Den Planungs- und Entstehungsprozess der inzwischen berühmten sieben Bushaltestellen in Krumbach zeigt eine Schau im Vorarlberger Architekturinstitut.

angelika drnek

Nun stehen sie also, jene sieben Bushaltestellen, die von sieben verschiedenen internationalen Architekten für Krumbach geplant und von Bregenzerwälder Handwerkern gefertigt wurden. Wer sich nicht damit zufrieden geben will, die sieben Skulpturen zu besichtigen oder im besten Falle zu nutzen, der kann sich nun im Vorarlberger Architekturinstitut (vai) ein Bild des Weges von der Idee zur Fertigstellung machen.

Bei der ges­trigen Präsentation der Ausstellung „Bus:stop Krumbach“, die bis 2. August zu sehen ist, war auch Dietmar Steiner, Direktor des Architekturzentrums Wien und Kurator des Projekts, anwesend. Wie schon bei der Modellpräsentation der Häuschen im Oktober des vergangenen Jahres zeigte sich Steiner begeistert vom Verlauf des Projekts.

Urlaub im Bregenzerwald

Entstanden aus einer Idee einiger Krumbacher, für die Bushaltestellen der kleinen Gemeinde im Bregenzerwald internationale Architekten zu beauftragen, wurde Dietmar Steiner kontaktiert, der daraufhin in Frage kommende Architekten auswählte. Zur Überraschung aller sagten die angefragten Architekten zu, darunter Pritzer-Preisträger Wang Shu oder auch Alexander Brodsky. Anstatt eines Honorars wurden den Architekten eine Woche Urlaub im Bregenzerwald versprochen.

Für Steiner machen fünf Komponenten den Kern des Projekts aus: Die Architektur selbst, die auf die jeweils spezifische Umgebung abgestimmt wurde. Zweitens eine kulturelle Komponente durch den Dialog zwischen den internationalen und den einheimischen (Partner-)Architekten.

Weiters betonte Steiner den ökologischen Faktor, den das öffentliche Verkehrsnetz im Bregenzerwald darstelle und der durch die neuen Haltestellen veredelt worden sei. Schließlich dürfe auch die soziale Komponente, die die „ungemeine Identifikation der Bewohner mit ihren Bushaltestellen“ ausmache, nicht vernachlässigt werden. Und fünftens hätte das Projekt auch eine politische Dimension: Wenn es eine begeisternde Idee gäbe, formiere sich eine Bürgergemeinschaft, also eine Kraft „aus der Mitte der Bevölkerung heraus“.

Im vai sind nun Fotos von Adolf Bereuter, der das Projekt begleitete, zu sehen – wie auch die Modelle der Wartehäuschen. Auf Tablets können weitere Informationen abgerufen werden. Auch eine filmische Dokumentation ist im vai abrufbar.

Zu den Kosten für das Krumbacher Projekt wollten die Verantwortlichen keine detaillierte Auskunft geben. Es sei aber durch unzählige Sach-, Arbeits- und Geldspenden realisiert worden, meinte Krumbachs Bürgermeister Arnold Hirschbühl.

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