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Fall Gurlitt: Salzburger Bilder fallen an Bern

Der verstorbene Kunstsammler Cornelius ­Gurlitt hat auch Salzburger Bilder Bern vermacht.

Das Kunstmuseum Bern soll nach Angaben seines Direktors Matthias Frehner auch die wertvolle Salzburger Sammlung von Cornelius Gurlitt erben. „Es heißt, dass wir alles erben, die kompletten Sammlungen, also den beschlagnahmten Teil und die Bilder in Gurlitts Salzburger Wohnung“, sagte Frehner im Interview der „Welt“. Außerdem gebe es „Liegenschaften und ein gewisses Barvermögen“.

Zusammenarbeit

Der Salzburger Fund ist nach allgemeiner Expertenmeinung der wertvollere Teil der Gurlitt-Kollektion. Über 200 Bilder umfasst die Sammlung, darunter ein auf eine hohe zweistellige Millionensumme geschätztes Ölgemälde von Monet sowie andere Impressionisten-Werke. Nach Angaben Frehners lagern die Bilder derzeit in Wien, deutsche Behörden hatten nie Zugriff darauf. Ob das Museum die Erbschaft antreten will, sei aber noch nicht ganz klar. „Ich habe schon das Gefühl, dass es sich lohnt, das Geschenk anzunehmen“, sagte Frehner. „Ich weiß aber auch, dass wir uns Probleme einhandeln, von denen ich heute noch nicht sagen kann, wie wir sie lösen können.“ Der „Süddeutschen Zeitung“ sagte Frehner: „Das Ganze muss sich lohnen. Der Teil der Sammlung, der Hauptwerkcharakter hat, muss so groß sein, dass er alle anderen Aufwendungen wert ist.“

Gurlitts Testament schreibe nicht vor, dass die Sammlung zusammenbleiben müsse, sagte er. Die umfassende Provenienzrecherche könne sein Haus sich nicht leisten, meinte Frehner. „Wir wären zu dieser Arbeit gar nicht in der Lage.“ Die Leiterin der Taskforce „Schwabinger Kunstfund“ hat dem Museum bereits die Zusammenarbeit angeboten.

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