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Schlafplatz für die Kunst

Vorarlberger Künstler verorten ihre Standorte in der Villa Claudia.

Nachdem in den Wintermonaten Künstler und Künstlerinnen von KunstVorarlberg im österreichischen Kunstforum Berlin ihren Standort positioniert haben, sind jetzt, bis auf wenige Ausnahmen, die gleichen Künstler in der Ausstellung „standort“ (Vol.2) in der Villa Claudia in Feldkirch vertreten.

So ist vom Künstlerduo Albert Allgaier & Mathias Garnitschnig wieder eine aufblasbare Skulptur zu sehen. Auch eine der elegant schwingenden Figuren von Albrecht Zauner, eine „Salome“ aus rauh- blassem, nicht gerade zum Streicheln einladendem Bregenzerwälder Kieselkalk ist dabei. Das Künstlerduo Bildstein/Glatz bastelte eine hölzerne Rampe für Fun- und Extremsportler und Harald Gmeiner führt endlose Sammelleidenschaft ad absurdum und präsentiert im Fach einer Schubladenvitrine gelben Sand und darin einen Schuhabdruck.

In Berlin versuchte Roland Adlassnigg wieder einmal vergeblich, die seidig glänzende österreichische Fahne glattzubügeln. Doch jetzt, in Feldkirch, verlegte er sich darauf, nicht erreichbare Perfektion auf andere Art zu demonstrieren und servierte „is eh wurscht und alles schmarrn“ zur Ausstellungseröffnung Leckereien auf seinem Bauchladen. Während Franz Amann mit seinem „Botschaftsständer“ an Feldkircher Geschichte der 1930er-Jahre andockt, Harald Gfader drastisch mit Glasscherben über Panoramafotografien Gefahren, die von den Bergen ausgehen, demonstriert, dokumentiert Chris Saupper seine Streifzüge durch das Berliner Clubleben. Berlin bei Nacht interessierte auch Hermann Präg. Seine im Dunkeln fotografierten Lambdaprints zeigen von innen erleuchtete Glasfassaden vor schwarzem Himmel.

Chance in der Kunstwelt

Ist es möglich, Berlin und Vorarlberg nachhaltig zu vereinen? fragte Kristen Helfrich und stellt fünf kleine Apfelbäume vor, von welchen drei in Vorarlberg und zwei in Berlin gezüchtet und gegenseitig verpfropft wurden. Wie die Äpfel schmecken, wird naturgemäß erst in Jahren erfahrbar sein. Edgar Leissing, der in den vergangenen Jahren viel reiste, gestaltete aus seinen Fotografien bunte Collagen.

Was ist letzlich Kunst, wer entscheidet darüber, hat der einzelne Künstler überhaupt noch eine Chance in der Kunstwelt, ein Plätzchen für sich zu erobern? Zehn Quadratmeter, rechnete Tobias Maximilian Schnell aus, stehen ihm bei dieser Ausstellung in der Villa Claudia zu und er beklebte diese Fläche mit weißem Klebeband. Die von Claudia Voit kuratierte, frisch-launige und doch auch besinnliche Ausstellung läuft bis 25. Mai.

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