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Dichte und hinreißende „Acht Jahreszeiten“

Schwarzach. Kann man Antonio Vivaldis berühmte „Vier Jahreszeiten“ auf dem Akkordeon interpretieren? Puristen mögen sich schütteln bei diesem Gedanken. Doch wenn der Akkordeonist Goran Kovacevic heißt, funktioniert die Sache. Mehr noch, man versteht, warum der Komponist die Sammlung, der diese weltberühmten Konzerte entstammen, „Il cimento dell’armonia e dell’inventione“ – „Das Wagnis der Harmonie und der Erfindung“ nannte. Fern jeder interpretatorischen Schule musizierten Kovacevic und seine fünf Streicher, die sich „Quinteto del arco nuevo“ nennen, ungemein frisch und plastisch mit teils gewagten Spieltechniken. So teilten sich die der Musik innewohnenden Klangbilder ganz von selbst mit.

Ihr neues Programm präsentierten die sechs Musiker (Monica Tarcsay und Clarigna Küng, Violine, Gyöngy Elensohn, Viola, Stefan Susana, Violoncello und Bernd Konzett, Kontrabass sowie Goran Kovacevic) letzte Woche in Berneck (CH), Rankweil und Schwarzach, und sie werden es in den nächsten Monaten im Ländle noch mehrmals darbieten.

Die Idee, Vivaldis „Vier Jahreszeiten“ mit den „Vier Jahreszeiten“ von Astor Piazzolla zu verbinden, ist nicht neu – Gidon Kremer hat damit Furore gemacht. Doch ist das ein Thema, wenn derart mitreißend und energetisch musiziert wird wie hier? Piazzolla mit seiner Melancholie und Erotik liegt den sechs Vollblutmusikern ganz besonders, und die Stimmung war dicht bis zum Zerbersten – mit frenetischem Jubel des Publikums.

Und warum heißt das Ganze „Acht Jahreszeiten“? Weil die Jahreszeiten in Venedig sich sehr unterscheiden von denen in Buenos Aires, da dieses auf der Südhalbkugel liegt.

Anna MIka

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