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Literatur belebt

Krimi, Erotik und ungewöhnliche Locations bietet das zweite Harder Literaturfestival „hardcover“.

­angelika drnek

Zum zweiten Mal wird Hard heuer zum Zentrum des Literaturbetriebs in Vorarl­berg. Das Literaturfestival hardcover, gekoppelt mit dem Harder Literaturpreis, wurde erstmals 2012 ausgetragen – und war ursprünglich als einmaliges Event geplant. 2012 wurde der Harder Literaturpreis zum zehnten Mal vergeben, aber „niemand kannte den Preis“, erklärt Dagmar Ullmann-Bautz, die das Festival auch heuer wieder leitet. Deswegen wollte man damals mehr Aufmerksamkeit generieren und hat das Festival ins Leben gerufen. Weil sich das Event zum Erfolg entwickelte, wird es nun jedes zweite Jahr veranstaltet – gemeinsam mit der Vergabe des Literaturpreises, den Autoren bis dahin nur alle drei Jahre einheimsen konnten.

Kriminell

Während der Preis immer eine thematische Vorgabe hat, steht das Festival unter keinem spezifischen Motto. Statt einzuschränken, ist es Ullmann-Bautz wichtig, auszuweiten – in zweierlei Hinsicht. Erstens sollen Plätze in Hard bespielt werden, die normalerweise nicht durch kulturelle Events besetzt sind. Und zweitens unternehmen die Veranstalter den Versuch, auch jene Menschen als Publikum zu gewinnen, in deren Terminkalendern Lesungen bisher eine eher untergeordnete Rolle spielten.

So bietet sich etwa das Genre Krimi – bekanntermaßen eine Art Einstiegsdroge in die Literatur – an, um entsprechende Lektüre auch für die Zukunft schmackhaft zu machen. Deshalb wurden von Ullmann-Bautz nicht nur die Vorarlberger Aushängeschilder in Sachen fiktiver Mord und Co eingeladen, um den inzwischen leerstehenden Gasthof „Zum Löwen“ in Hard wiederzubeleben. Neben Peter Natter und Christian Mähr lasen ges­tern bei der Kriminacht auch André Pilz und Thomas Raab.

Hautnah

Autoren hautnah gibt es am morgigen Sonntag zu erleben – beim „erotischen Literaturpicknick“ mit Franzobel, Verena Rossbacher und Nadja Spiegel. „Wir wollen nicht nur Literatur pur, sondern immer noch ein wenig mehr als eine einfache Lesung anbieten“, erklärt Ullmann-Bautz. Deswegen sitzen die Autoren beim Picknick nicht auf einem Podium, sondern direkt auf der Picknick-Decke der Besucher (Sonntag, 11 Uhr, Stedepark).

Mundart-Fans kommen heute Nachmittag auf ihre Rechnung, wenn unter anderen Irmgard Fritz, Andreas Gabriel und Dietmar Fitz lesen werden. Musikalisch begleitet werden sie von der Band „Hut & Knocha“ (heute 15 Uhr, Stedepark). Nachdem heute um 20 Uhr die Verleihung des Literaturpreises in der Kammgarn über die Bühne geht, kann man sich ab 23 Uhr einem „Literarischen Quartett“ anschließen, in dem über die Themen der Siegertexte diskutiert wird. Unter dem Titel „Nachbarschaftslesung“ verbirgt sich eine Veranstaltungsreihe der Grazer Autorenversammlung. Auf dem Dampfer „Hohentwiel“ lesen zahlreiche Autoren aus Vorarlberg, Tirol und Südtirol während einer Bodenseerundfahrt. Auch bei diesem Anlass wandern die Autoren von Tisch zu Tisch, was Gelegenheit für weiterführende Gespräche bieten soll (Sonntag, 18 Uhr).

Info: www.literaturfestival.hard.at

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