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Puristisches und Üppiges bei „tanz ist“

Seit 1994 arbeitet Günter Marinelli konsequent am „tanz-ist“-Festival: Heuer mit Chris Haring und Aakash Odedra.

angelika drnek

Ein echtes Jubiläumsprogramm liefert Günter Marinelli, Leiter des „tanz-ist“-Festivals, nicht. „Zumindest nicht im Sinne einer bombastischen Erweiterung“, meint er. Wohl aber will er ein „echtes Statement für den Tanz“ abgeben. Mit Aakash Odedra, Chris Haring, Akram Khan und Sidi Larbi Cherkaoui ist Marinelli für ein solches Statement bestens aufgestellt.

Den Eröffnungsabend bestreitet der britisch-indische Tänzer Odedra, der gleich vier Solo-Werke zu einer Performance zusammenschließt.Klassischen indischen Tanz wird Odedra ebenso zeigen wie Choreografien von Akram Khan, Russell Maliphant und Sidi Larbi Cherkaoui. Die Österreichpremiere ist sowohl heute als auch am Samstag­abend zu erleben.

Überraschung

Vor Odedras Auftritt wird es noch eine Performance im Außenbereich des Spielbodens, wo das Festival über die Bühne geht, geben. Was dort genau passiert, darüber wollte Marinelli noch nichts sagen – eine Überraschung.

Eine weitere Österreichpremiere bietet das Festival am 11. Juni, wenn die Kompagnie 2773 mit Jaques Manteca ihr Programm „Listen & Watch“ zeigen wird. „Ein puristischer Tanzabend“, verspricht Marinelli. Nur Tanz und Gitarrenmusik. Dieser Abend soll nicht nur eine Möglichkeit bieten, Tanz pur zu erleben, sondern auch die eher üppig gestalteten anderen Programmpunkte kontrastieren. Üppig ist vor allem der Auftritt von Liquid Loft mit einer Choreografie von Chris Haring. „Deep Dish“ ist der Abschluss des sogenannten Gartenprojekts von Liquid Loft. Bereits vor zwei Jahren war die Kompagnie am Spielboden zu sehen – in einem von dem französischen Künstler Michel Blazy gestalteten überbordenden Garten. Heuer wird es keine Garten geben, dessen Früchte werden aber eine Rolle spielen. „Alles konzentriert sich dieses Mal auf einen Tisch“, erzählt Marinelli. Die Performance wird live aufgenommen und als Video projiziert. Eine große Rolle spielt auch wieder die eindrucksvolle Musik von Andreas Berger. Weiters stehen Filmvorstellungen und eine Meisterklasse mit Aakash Odedra auf dem Programm.

Für kommenden Herbst plant Günter Marinelli einen Edmund-Kalb-Schwerpunkt. Da soll es nicht so sehr um die Person Kalb selbst gehen, sondern um den Umgang mit der Künstlerpersönlichkeit. Und nächstes Jahr könnte es Tanz aus Israel zu sehen geben. Festlegen will sich der Festival-Leiter aber nicht. „Man muss flexibel bleiben“, sagt er. „Im Tanzbereich kommt es oft zu extrem schnellen Entwicklungen.“

tanz ist: 5. bis 14. Juni, Spielboden Dornbirn. Info unter: tanzist.at

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