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Tanz mit dem Licht

Die Eröffnung des Festivals „tanz ist“ gestaltete in diesem Jahr der britisch-indische Tänzer Aakash Odedra.

anna mika

In London, dem Schmelztiegel der Kulturen, wurde Tänzer Aakash Odedra geprägt. Zusätzlich erhielt er Ausbildungen in Indien, dem Land seiner Familie, und in New York – und war Mitglied der Truppe von Akram Khan. Klassischer indischer Tanz, der westliche moderne Ausdruckstanz und eine sehr weite Spiritualität fließen also bei ihm zusammen. Am Donnerstagabend am Dornbirner Spielboden waren in den vier gezeigten Choreografien diese Aspekte spürbar.

Odedras indische Wurzeln berührte die erste Arbeit, die klassischen indischen Tanz zeigte und die in allen Aspekten von ihm selbst stammte. Es war kein Tempeltanz mit Mudras, vielmehr ein virtuoses Wirbeln durch den Raum mit Pirouetten, einem fantastischen Port de Bras, und raffinierten Knallern, die die bloßen Füße hervorriefen.

Mensch und Tier

Die Choreografie von Akram Khan „In The Shadow Of Man“ erkundete die Verbindungen zwischen Mensch und Tier. Hier stieß der Tänzer Laute aus und man sah bizarre Bewegungen. Den ganzen Abend lang stand Aakash Odedra allein auf der Tanzfläche, freilich unterstützt von Technikern in Hintergrund, seiner „Company“. Diese wurde im zweiten Teil der Aufführung besonders wichtig, denn hier trat der Tänzer in einen Dialog mit dem Lichtdesign, weit über das übliche Maß hinaus. Bei „CUT“ bildeten sich senkrecht flächige Lichtkegel und horizontale Lichttrassen, in die hinein Odedra vor allem mit der Bewegung seiner Arme faszinierende Bilder schuf, zu einer sich ekstatisch steigernden Musik von Andy Cowton. Während bei „CUT“ das Lichtdesign von Michael Hulls stammte, kam sie bei der abschließenden Choreografie von Willy Cessa zu einer sensiblen Musik von Olga Wojciechowska. „Constellation“ ist eine Arbeit des prominenten Choreografen Sidi Labri Cherkaoui. Von der Decke hängende Glühbirnen wurden zu Himmelskörpern, deren Bewegungen einen vom Erdboden abheben ließen und den Tänzer zu einem Wesen zwischen Astronaut und Engel machten – großartig! Das von Günter Marinelli verantwortete Festival „tanz ist“ feiert heuer sein zwanzigjähriges Bestehen und läuft noch bis 13. Juni. Auch im November gibt es wieder Aufführungen.

Termin: Aakash Odedra, heute 20.30 Uhr, Spielboden Dornbirn.

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