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das Schicksal ist ein mieser verräter

Eine Liebesgeschichte

In der Verfilmung von John Greens Bestseller sind die Teenager Hazel und Gus mit Krebs konfrontiert.

Vor drei Jahren ist Hazel (Shailene Woodley) unheilbar an Schilddrüsenkrebs erkrankt, nur eine medizinische Testreihe hat sie vor dem frühen Tod bewahrt. Doch wenig später breitet er sich in der Lunge aus, sodass die 17-Jährige fortan mit Beatmungsschlauch in der Nase und einem Sauerstofftank im Trolley durch das Leben läuft – und das mit einer Selbstverständlichkeit, dass der Zuschauer diese Apparatur nach der Hälfte des mehr als zweistündigen Films gar nicht mehr wahrnimmt.

Widerwillig geht Hazel zu einer kirchlichen Selbsthilfegruppe für krebskranke Jugendliche. Denn, so erzählt das Mädchen aus dem Off, besteht ihr einziger Lebenswille darin, ihre Eltern glücklich zu machen, und den immer gleichen Roman eines niederländischen Autors zu lesen, der mitten im Satz endet.

Eines Tages trifft sie dort den gleichaltrigen Gus (Ansel Elgort), dem wegen seines Knochenkrebses Fuß und Unterschenkel amputiert wurden und der mit kindischem Trotz und jugendlicher Überheblichkeit der Krankheit begegnet. Energisch sträubt sich die beherrschte Hazel, ihre Gefühle für Gus zuzulassen. das gelingt ihr nicht. Stattdessen schafft es Gus, über die Make-A-Wish-Stiftung, dass die beiden zusammen mit Hazels Mutter nach Amsterdam reisen, um den inzwischen ihr Leben bestimmenden Autor (Willem Defoe) ihres Lieblingsromans zu treffen. Eine außergewöhnliche Reise, die die Erwartungen der beiden nicht erfüllt und doch übertrifft.

Mitunter kommen Hazel und Gus doch etwas sehr altklug und pathetisch daher, wie sie druckreif über Leben und Tod philosophieren. Zugleich tun sie das mit einer solch jugendlichen Frische und Selbstverständlichkeit, dass man das Regisseur Josh Boone kaum übel nimmt. Und vor allem Hazel mit ihrem mädchenhaften Kurzhaarschnitt und ohne amerikanische Teenager-Attitüden ist an Natürlichkeit kaum zu übertreffen.

■ Ab heute im Kino.

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