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Ein Sommer wie damals

Der Conrad Sohm Kultursommer bringt Musiker mit Ecken und Kanten und ein geheimnisvolles Kunstprojekt nach Dornbirn.

angelika drnek

Als Hannes Hagen (41) vor drei Jahren als geschäftsführender Gesellschafter in dem Club Conrad Sohm am Rande von Dornbirn einstieg, überlegte er sich, welche Akzente die Location neu beleben könnten. Aus diesen Überlegungen entstand der „Kultursommer“ und ein Line-Up, das sich sehen lassen kann: Austra, Machine Head, Keziah Jones, Dope D.O.D. oder Elektro Guzzi stehen heuer auf der Bühne. „Wir haben dieses Festival schleichend eingeführt und nicht viel Wind darum gemacht“, erzählt Hagen.

Umso mehr freut es ihn, dass Interesse und Aufmerksamkeit von Jahr zu Jahr zunehmen. Dabei will Hagen kein „Lifestyle-Festival“ im Sohm betreiben. Darum dürfen auch jene Musiker auf der Bühne stehen, die nur für eine kleine Zielgruppe programmiert wurden – beispielsweise im Metal-Bereich das Devin Townsend Project. „Es muss nicht hip sein, was hier passiert“, kommentiert der Veranstalter.

Nachdem nun zwei Mal der Pflichtlauf erfolgreich gelang, starten Hagen und sein Team in die Kür: Zusätzlich zum musikalischen Programm wird heuer erstmals auch ein Kunstprojekt präsentiert. In Kooperation mit der Dornbirner Galerie c.art fragen die beiden Künstler tOmi Scheiderbauer und Stefan Kainbacher danach, ob gemeinsames Design einen Beitrag zur Konfliktlösung darstellen kann. Unter dem Titel „The Past can’t – change the Future (A Study for Y-Land)“ sollen Besucher an dem Projekt aktive Teilhabe erleben. Ausgehend von einem Algo­rithmus können Interessierte „ihre eigenen grafischen Experimente und Erfahrungen machen“, heißt es dazu. Was genau darunter zu verstehen ist, kann auch Hannes Hagen noch nicht sagen, obwohl morgen bereits die Vernissage in der Galerie am Programm steht. Hagen hätte den beiden Künstlern keine Vorgaben gemacht, sondern sie mit einem Vertrauensvorschuss bedacht. „Das war auch einer der Reize, die das Projekt auf mich ausgeübt haben“, erzählt er. Was am Ende des Projekts, das eigentlich eine Vorstudie zu einem größeren Projekt ist, herauskommt, soll bis zum Schluss offen bleiben.

Ergebnisse werden auch im Sohm zu sehen sein. Hagen will mit der Kunst im Sohm ein niederschwelliges Angebot für Clubbesucher anbieten. Kunst soll so im „Vorbeigehen“ erlebbar gemacht werden.

Keine Allüren

Hagen, der für das Line-Up des Kultursommers verantwortlich ist, sieht europaweit jährlich Hunderte von Bands live on stage. Dabei profitieren nicht nur die Besucher des Sohms, sondern auch jene des Szene-Open-Airs, für das Hagen ebenso verantwortlich ist – genauso wie für das Programm des Carinisaals in Lustenau. Darüber hinaus ist er mit der Firma Soundevent unter anderem für die Produktionsleitung des Nova Rock- und des Frequency Festivals beschäftigt.

Ob er durch die jahrelange Arbeit mit Musikern auch deren Star-Allüren kennengelernt hat? Hagen meint: „Die Musiker sind selten problematisch. Eher schon die Agenturen hinter diesen.“ So musste für das vergangene Black-Sabbath-Konzert für jedes Bandmitglied eine eigene Toilette zur Verfügung gestellt werden. „Vor dem Musikbusiness war ich in der Intensiv-Pflege beschäftigt“, sagt Hagen gelassen. „Im Vergleich dazu sind all diese Angelegenheiten gar nichts.“

programm-highlights

Austra

Mittwoch, 16. Juli

Keziah Jones

Freitag, 22. August

Machine Head

Montag, 11. August

Anti-Flag und Donots

Donnerstag, 7. August

Devin Townsend Project

Donnerstag, 14. August

A.G. Trio

Samstag, 12. Juli

König Leopold

Donnerstag, 24. Juli

Effi und Elektro Guzzi

Samstag, 26. Juli

OK Kid

Donnerstag, 17. Juli

Talentenacht mit Trust in Zombies, Vertigo, Turpentine Moan, Sortout und Young Rebellion

Donnerstag, 10. Juli

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