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„Das Kapital“ wandert nach Berlin

berlin/schaffhausen. Das wichtigste Werk von Joseph ­Beuys, „Das Kapital Raum 1970–1977“, kommt nach Berlin. Der Sammler Erich Marx überlasse die weltberühmte Installation der Nationalgalerie als Dauerleihgabe, teilte die Stiftung Preußischer Kulturbesitz am Freitag mit. Um die monumentale Raumskulptur hatte es einen jahrelangen Rechtsstreit gegeben. „Das Kapital“ besteht aus einem Flügel und zahlreichen beschriebenen Schiefertafeln. Beuys (1921–1986) hatte das Werk ursprünglich 1980 für die Biennale in Venedig geschaffen. 1984, zwei Jahre vor seinem Tod, baute er es in den damals neu eröffneten Hallen für Neue Kunst im schweizerischen Schaffhausen wieder auf. Nach Meinungsverschiedenheiten über die Ausrichtung des Museum erhoben drei beteiligte Kunstsammler 2004 Anspruch auf das Werk. Sie erhielten schließlich Recht. Das Museum in Schaffhausen musste – seines Herzstücks beraubt – 2014 schließen. Am Freitag teilte die Stadt mit, „Das Kapital“ sei an einen neuen Eigentümer verkauft worden. Einen Preis nannte der Sprecher nicht. Früheren Schweizer Medienberichten zufolge wird der Wert auf rund vier Millionen Euro geschätzt.

Laut Mitteilung der Preußenstiftung ist der deutsche Kunstsammler und Mäzen Marx der neue Besitzer.

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