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Universales im Individuellen

Die Bregenzerin Ines Agostinelli zeigt in der Harder Galerie Z Arbeiten unter dem Titel „Complete Agent/Das wird es gewesen sein“.

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Weit ist das Spektrum der Medien, welche der 1978 in Bregenz geborenen Künstlerin Ines Agostinelli zur Verfügung stehen, und das sie für ihre Arbeit nutzt. Sie studierte Fotografie, visuelle Medien und Grafik in Wien, lebte drei Jahre lang in den Vereinig­ten Staaten und erhielt 2013 das BMUKK-Atelierstipendium für künstlerische Fotografie in Paris. Mit einer vom Fußboden bis zur Decke reichenden, raumgreifenden Zeichnung war die 34-jährige Künstlerin bis vor Kurzem auch in der Ausstellung „Die Zukunft der Malerei“ im Essl Museum im niederösterreichischen Klos­terneuburg vertreten. Jetzt zeigt Ines Agostinelli in der Harder Galerie.Z Arbeiten, die Malerei und Zeichnung verbinden ebenso wie Video-Loops unter dem Titel „Complete Agent/Das wird es gewesen sein“.

Im imaginären Raum

Nicht weniger als 5,40 Meter breit und 2,10 Meter hoch ist eine der beiden mit heller blauer Farbe besprenkelten Zeichnungen und einen Meter kürzer ist die zweite. Nebeneinander gehängt, nehmen die beiden Arbeiten die gesamte Längswand der Galerie ein. Agos­tinellis Zeichnungen zeigen amorphe Formen, die an Algen oder weich fließende Textilien erinnern. Bandartig sind diese Formen unterteilt und verdichtete Schraffuren zeigen Einkerbungen und Ränder an und lassen sie so wie Körper plastisch erscheinen. Durch die Kombination mit blauen Farbspuren schweben die Formen wie in einem imaginären Raum.

Unbeständig suchende, wartende oder eilig laufende Menschen in Schalterhallen von Bahnhöfen zeigt ihr 12 Minuten dauernder Videofilm, der sich als Loop ständig wiederholt. Jede einzelne Person, jede mit fast gleichen Absichten und Zielen, stellt sich in diesem Film als Teil einer Menschenmasse dar und wird dadurch dem Betrachter und der Betrachterin entfremdet. Agostinelli veranschaulicht mit diesem Film ihr „Interesse am Universalen im Individuellen“, wie es im Ausstellungstext heißt.

Die Ausstellung läuft bis 7. März.

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