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Monumentales China in Bregenz

Die Kulisse für die Seebühnenaufführung der Oper „Turandot“ nimmt Gestalt an.

Rubina Bergauer

Im Mittelpunkt der letzten Oper des italienischen Komponisten Giacomo Puccini steht die chinesische Prinzessin Turandot. Das Werk mit der weltberühmten Arie „Nessun dorma“ wird ab 22. Juli auf der Seebühne in Bregenz aufgeführt. Als zentrales Element des Szenenbildes entsteht derzeit eine Nachbildung der Chinesischen Mauer. Diese wird nach Fertigstellung 27 Meter hoch, 72 Meter breit und 335 Tonnen schwer sein. In der „Festspiel-Außenwerkstatt“ in Alberschwende gewährten Intendantin Elisabeth Sobotka, Dramaturg Olaf Schmitt und Operndirektorin Susanne Schmidt einen Blick auf die Opernkulisse für die kommende Festspielsaison. „Wir sind auf gutem Weg zu einem brillanten Bühnenbild. Meine Erwartungen wurden übertroffen“, zeigte sich Sobotka begeistert. Die Chinesische Mauer auf der Seebühne wird aus 650 Mauersteinen bestehen. 540 davon wurden bereits in den vergangenen Monaten in Kärnten gefertigt. „Es war uns ein besonderes Anliegen, ein monumentales China bildnerisch umzusetzen. Die große Mauer und die Terrakotta-Armee sind große chinesische Symbole“, erklärte Olaf Schmitt.

Eine besondere Rolle

Regisseur Marco Arturo Marelli ist gleichzeitig auch Bühnenbildner und hat die monumentale Kulisse entworfen. Für die Umsetzung verantwortlich zeichnet Malermeister und Kascheur Arno Hagspiel. Die ehemaligen Mannschaftsräume des Sportplatzes in Alberschwende wurden kurzerhand zur Werkstatt umfunktioniert. Dort entstehen aus Holz, Farbe und Fassadenputz gerade 110 weitere Stein-Attrappen. Diese werden dreidimensional und anders als die anderen Steine nicht mit einem Tragegerüst aus Stahl verbunden sein. Denn diese haben in der Inszenierung eine Spezialaufgabe zu erfüllen. „Diese Steine werden in einer dramatischen Szene eine ganz besondere Rolle spielen“, deutete Sobotka an. Mehr soll derzeit aber noch nicht verraten werden.

Ein weiteres prägnantes Element des Bühnenbildes werden 200 etwa zwei Meter große Terrakotta-Krieger bilden. Diese müssten aufgrund der Dimensionen der Seebühne „in Ausdruck und Größe kräftiger“ sein als die realen Vorbilder aus der Qín-Dynastie, erläuterte Ausstattungsleiter Florian Kradolfer. Manche Krieger sollen später im Wasser stehen, andere in der Luft schweben und leuchten. Festspiel-Dramaturg Olaf Schmitt erklärte, die Terrakotta-Armee sei ein Element, um auf der Bühne „Masse“ darzustellen.

Stahl und Kunst

Voraussichtlich bis Ende März sollen die letzten Teile des Bühnenbilds fertiggestellt sein. Mit dem Bau der Kulisse auf der Seebühne wurde aber bereits begonnen. „Es ist unglaublich, jeden Tag die baulichen Veränderungen mitzuerleben“, bemerkte Sobotka. Zunächst sei da nur ein Stahlgerüst, dann käme die Kunst dazu, formulierte es die Intendantin. Der fertige Nachbau der Chinesischen Mauer wird aus insgesamt 29.000 Einzelteilen bestehen.

Die Proben für „Turandot“ werden Mitte Juni beginnen. „Die Besetzung ist komplett“, informierte Operndirektorin Susanne Schmidt. Die Wahl sei auf Stimmen mit „dramatischer Kante, aber am jüngeren Ende“ gefallen. Lediglich bei den Statisten gebe es noch Rollen zu besetzen. Darunter auch die des persischen Prinzen, „der Frauenherzen höherschlagen lässt“. Bereits mehr als die Hälfte der aufgelegten 169.000 Tickets seien gebucht.

http://bregenzerfestspiele.com

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