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Friedrichshafen

Kult: Verschiedenste Exponate im Zeppelin Museum zu sehen

Allerhand „Nippes“ ist ebenfalls zu sehen. Zeppelin Museum

Allerhand „Nippes“ ist ebenfalls zu sehen. Zeppelin Museum

In der Sommerausstellung im Zeppelin Museum werden unterschiedliche Werke zum Thema „Kult“ gezeigt.

Was ist Kult? Diese Frage stellt sich das Zeppelin Museum in der großen Sommerausstellung „Kult! Legenden, Stars und Bildikonen“, die bis zum 15. Oktober in Friedrichshafen zu sehen ist. In der gemeinsamen Ausstellung der Abteilungen Technik und Kunst wird das soziokulturelle Phänomen des Kults untersucht, das heißt die Verehrung, Vermarktung, Begeisterung und Instrumentalisierung technischer Entwicklungen, insbesondere des Zeppelins, und zeitgenössischer Kunstwerke.

Gezeigt werden auf zirka 1500 Quadratmetern über 1000 Exponate. Neben dem Zeppelin-Kult setzt sich ein zweiter Teil der Schau mit den unterschiedlichen Strategien der Verkultung in der Kunst auseinander. So reflektieren beispielsweise die Arbeiten von Christoph Girardet und Aby Warburg den Mythos Zeppelin ebenso wie der amerikanische Avantgarde-Filmemacher Kenneth Anger.

Kult und Subversion. Anger schuf durch verfremdetes Filmmaterial die ambivalent atmosphärische Videoserie „Airship 1,2 und 3“, die das Zeppelin Museum kürzlich für seine Sammlung erworben hat. Neben der Auseinandersetzung mit der Verkultung des Zeppelins widmen sich die Künstlerinnen und Künstler aber vor allem den Mechanismen des Kults in Gesellschaft, Politik und Populärkultur. Sie untersuchen die Verkultung von Stars (Josh Kline) sowie von Ereignissen und Orten (Julius von Bismarck). Es werden die Anhänger von Kulten (Candice Breitz, Jeremy Shaw) und deren ritualisierte Handlungen (Johannes Paul Raether) thematisiert. Darüber hinaus sind Objekte der religiösen Volkskunst wie Votivtafeln, -gaben und Prozessionsgegenstände in der Ausstellung zu sehen.

Dass Kulte ebenso subversive Kräfte entfalten können, die Verkultungen brechen und sich gegen tradierte Konventionen wenden, zeigen weitere Werke der Ausstellung. Sie reflektieren, inwiefern vor allem politische Kulte umgewidmet und inhaltlich neu besetzt werden können (Yael Bartana, Aleksandra Domanovic) oder wie die Entstehung von Kultstätten verhindert werden kann (Dani Gal).

Der türkische Künstler Halil Altindere hat eine neue Videoarbeit produziert, die sich kritisch mit dem Personenkult um Recep Tayyip Erdogan auseinandersetzt. Benedikt Hipp stellt eine neue großformatige Wandinstallation vor.

Die Ausstellung ist als Experiment zu verstehen und soll zum Diskurs über den Umgang mit Mythen und Kulten in unserer Gesellschaft anregen. Kuratiert wird die Schau von der Direktorin Dr. Claudia Emmert und den Kuratoren Ina Neddermeyer und Jürgen Bleibler.

 „Kult!“: bis 15. Oktober im Zeppelin Museum Friedrichshafen. Täglich von 9 bis 17 Uhr geöffnet. www.zeppelin-museum.de

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