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diepoldsau

„Grenzwertig“: Vorarlberger Kunst zu Gast in der Schweiz

Thomas Jutz in der ehemaligen Dosenfabrik.  Wolfgang Ölz

Thomas Jutz in der ehemaligen Dosenfabrik.  Wolfgang Ölz

Der Kunstverein „art dOsera“ hat die Künstlervereinigung „Kunst Vorarlberg“ eingeladen, über die Grenze zu blicken .

Thomas Jutz, der die Ausstellung „Grenzwertig“ gemeinsam mit Peter Federer gehängt und arrangiert hat, ist selbst ein Grenzgänger. Der Dornbirner engagiert sich in dem Diepoldsauer Kunstverein „art dOsera“ und bezeichnet den Rhein nicht nur als EU-Außengrenze, sondern als echte geo­graphisch-kulturell gewachsene Grenze im Kopf, die nach wie vor Alemannen beiderseits des Rheins trennt.

Gemeinsam mit dem Obmann des Vereins „Kunst Vorarlberg“, Florian Gerer, lud die „art dOsera“ Künstler von „Kunst Vorarlberg“ ein – 24 nehmen nun an der Schau teil. Das größte Problem sei der Zoll gewesen: Bestimmte Zollbeamte hätten sich geweigert, eine Installation aus Leuchtkästen als Kunst zu akzeptieren. Es könnte ja auch ein Gebrauchsgegenstand sein, der geschmuggelt wird, war der amtliche Verdacht.

Das Andere. Unter den Positionen – Zeichnungen, Radierungen, Fotografien, Gemälde, mit unterschiedlichsten Materialien arbeitende Installationen – finden sich einige ansprechende Arbeiten. Lisa Althaus beispielsweise übersetzt Bildmotive in Dreidimensionalität und hängt sie an die Wand. Hermann Präg überzeugt mit Schwarzweiß-Fotografien, die das Abgebildete in eine neue Bedeutungsebene kippen lassen. Präg geht es um das Außen, das Andere, das in einer konstruierten Welt nicht erfahrbar ist. Der Künstler stellt die Frage: „Sind wir nicht bewusstlose Anhängsel einer alles umfassenden Matrix, die uns glücklich macht, die uns vor dem Wirklichen, vor dem uns Fremden und dem ganz Anderen schützt?“

Georg Vith zeigt einen Zyklus von zu Reliefen ausgeklappten Zeichnungen, die mit vielschichtigen Motiven Varianten des Unbewussten durchspielen. Weitere beteiligte Künstler sind neben anderen Markus Grabher, Edgar Leissing, Bianca Tschaikner. Das vorliegende Projekt ist ein erster Annäherungsversuch des „art dOsera“-Teams an „Kunst Vorarlberg“ und stellt nur Vorarlberger Künstler in der Schweiz aus, ohne thematischen Schwerpunkt. Interessant könnte die nächste geplante Schau werden, die im April 2018 in der Villa Claudia Schweizer und Vorarlberger Positionen gegenüberstellt.

Wolfgang Ölz

Bis 29. Oktober in Diepoldsau. Infos: www.kunstvorarlberg.at

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