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Georg-Büchner-Preis für Lyrik 2017 geht an Jan Wagner

Jan Wagner.  Villa Massimo/Alberto Novelli

Jan Wagner.  Villa Massimo/Alberto Novelli

Die Jury bescheinigt ihm „poetische Sprachkunst, die unsere Wahrnehmung ebenso schärft wie unser Denken“: Der deutsche Lyriker Jan Wagner bekommt am kommenden Samstag in Darmstadt den renommierten Georg-Büchner-Preis 2017 überreicht. Die Auszeichnung ist mit 50.000 Euro dotiert und gilt als wichtigste Ehrung deutschsprachiger Literatur. Letzter Träger der ­Auszeichnung mit Schwerpunkt Lyrik war 2014 Jürgen Becker.

Zauberkünstler. „Wagner ist einer der großen poetischen Zauberkünstler unserer Zeit. Er ist ein Lyriker, der schwierigste Formen leichtfüßig beherrscht und damit anspruchsvoller Dichtung ein großes Lesepublikum erschlossen hat“, meinte Akademie-Präsident Heinrich Detering (57). Bei einer Tagung der Akademie soll an diesem Freitag ein neuer Präsident gewählt werden. Detering tritt nach zwei Amtsperioden nicht mehr an.

Das Werk Wagners (46), der in Berlin lebt, umfasst auch Essays und Kritiken, Anthologien und Übersetzungen zeitgenössischer englischsprachiger Lyrik. 2001 erschien mit „Probebohrungen im Himmel“ sein lyrisches Debüt. Seine Gedichte wurden in rund 30 Sprachen übersetzt, er wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.

Neben dem Büchner-Preis werden noch zwei weitere Auszeichnungen übergeben, die mit jeweils 20.000 Euro dotiert sind. Die Historikerin Barbara Stoll­berg-Rilinger (62) bekommt den Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa. Sie habe „ein neues Bild vom frühneuzeitlichen Heiligen Römischen Reich und seiner in Symbolen und Ritualen verwirklichten Verfassung entwickelt“, meinte die Jury zu der Wahl. Zu ihren Veröffentlichungen zählen „Des Kaisers alte Kleider. Verfassungsgeschichte und Symbolsprache des Alten Reiches“ (2008/2013) sowie „Maria Theresia. Die Kaiserin in ihrer Zeit. Eine Biographie“ (2017). Mit dem Johann-Heinrich-Merck-Preis für literarische Kritik und Essay wird Jens Bisky ausgezeichnet.

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