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Humanität, Grenzen und Gemeinschaft

Vordere Reihe: Marco Spitzar, Arno Egger, Stefan Finzgar und Clemens Walser (v.l.). 

Vordere Reihe: Marco Spitzar, Arno Egger, Stefan Finzgar und Clemens Walser (v.l.). 

Im Montforthaus wurde das kulturelle Programm des Jubiläumsjahres 2018 präsentiert.

Von Lisa Kammann

Vertreter der Stadt Feldkirch und das Projekt-Team rund um das 800-jährige Jubiläum der Montfortstadt haben sich einiges für das Jahr 2018 vorgenommen. Bürgermeister Wilfried Berchtold präsentierte am Montag zusammen mit Projektleiterin Monika Wagner und dem Kurator der Jubiläumsausstellung Hans Gruber das Veranstaltungsprogramm für das kommende Jahr. Etwa 100 Veranstaltungen sind im Rahmen der Jubiläumsfeier geplant, bei der Pressekonferenz wurde der Fokus auf die rund 40 geplanten Kunst- und Kulturprojekte gelegt. Aus diesem Grund waren auch die Kunstschaffenden Brigitte Walk, Marco Spitzar mit Stefan Marte sowie Stefan Finzgar anwesend, um ihre Pläne für das Jubiläum zu präsentieren.

Humanität damals und heute, Feldkirch als Grenz-Stadt und ein gelingendes Zusammenleben sind die großen Themenschwerpunkte des Jubiläumsjahres, wie Monika Wagner erklärt. Das Programm soll sich aus verschiedenen Bereichen wie Theater/Performance, Musik, bildende Kunst und Film zusammensetzen.

Grenzübergreifend. Brigitte Walk (walktanztheater) greift mit ihrem Vorhaben das Thema Grenzen auf: Bei „Feldkirch am Zug“ soll im Herbst 2018 ein Zug „als Übergang von drei Ländern“ von Feldkirch über Nendeln nach Buchs bespielt werden. Eine Mischung aus einem „Bürgertheater“ (Interessierte könnten sich noch beteiligen), Jugendlichen und professionellen Darstellern würden am Spiel teilnehmen, erklärte die Tänzerin und Regisseurin. Auch drei Autoren würden zur Produktion beitragen: Rebecca C. Schnyder (Schweiz), Stefan Sprenger (Liechtenstein) und Maximilian Lang aus Vorarlberg verfassen Beiträge zum Thema des Projektes, das lautet: „Machen Grenzen Identität?“ Mit dieser Frage soll sich ein internationales Künstler-Team beschäftigen, sagt Walk. Im Oktober 2018 ist das Stück zu sehen.

Licht-Spiele. Neben Kunstinstitutionen, die seit vielen Jahren in Feldkirch verankert sind – wie die Johanniterkirche mit Kurator Arno Egger – soll auch mit neu geschaffenen Projekten das Jubiläumsjahr gestaltet werden. Eines davon ist das Festival „Lichtstadt Feldkirch“, das ebenfalls im Oktober veranstaltet wird. Dazu wurde ein gleichnamiger gemeinnütziger Verein gegründet, mit Stefan Marte (Marte.Marte Architekten) als Obmann und Marco Spitzar als Schriftführer sowie Isabel Zumtobel im Vorstand.

Bei diesem Festival sollen verschiedene Orte im Stadtraum von internationalen Künstlern bespielt werden. Bereits zugesagt haben Thilo Frank und Philipp Geist, eingeplant sind Olafur Eliasson, starsky projections, Lichttapete, Neon Golden und Ruth Schnell, wie in einer Infomappe nachgelesen werden kann. Julia Zdarsky von starsky projections ist unter anderem für ihre großflächigen Gebäude-Projektionen bekannt. Olafur Eliasson soll die Johanniterkirche bespielen, Thilo Frank wird sich das Montforthaus und das Reichenfeld vornehmen.

Stefan Finzgar präsentierte zusammen mit Clemens Walser die Installation „leben/lachen/sterben“. In einem sechs Meter langen Durchgang werden Porträtbilder von Feldkirchern zu sehen sein. Ab 15. März wird es dazu eine viertägige Vernissage geben. Zudem werden Schüler des Gymnasiums Schillerstraße mit ihrer Lehrerin Frauke Kühn ihre Projekte präsentieren. Da 2018 auch das „Jahr des kulturellen Erbes“ ist, haben Schüler in Feldkirch kulturellen Erbstücken nachgespürt.

Hans Gruber hat Details zur Jubiläumsausstellung „Von Hugo bis dato“ verraten. Sie ist von März bis November im Palais Liechtenstein zu sehen und soll laut dem Stadtbibliothekar auch Einzelschicksale zeigen. Zudem nannte Gruber einen besonders wertvollen Ausstellungsgegenstand: die Monstranz von Hieronymus Münster, eine Leihgabe der Diözese Feldkirch.

Programm: www.feldkirch800.at

<p class="caption">Das geplante Projekt von Thilo Frank im Reichenfeld. Brigitte Walk trug einen literarischen Vorgeschmack auf „Feldkirch am Zug“ vor.</p><p class="caption">Dietmar Stiplovsek (2)/Thilo Frank (1)</p>

Das geplante Projekt von Thilo Frank im Reichenfeld. Brigitte Walk trug einen literarischen Vorgeschmack auf „Feldkirch am Zug“ vor.

Dietmar Stiplovsek (2)/
Thilo Frank (1)

<p class="caption">Das geplante Projekt von Thilo Frank im Reichenfeld. Brigitte Walk trug einen literarischen Vorgeschmack auf „Feldkirch am Zug“ vor.</p><p class="caption">Dietmar Stiplovsek (2)/Thilo Frank (1)</p>

Das geplante Projekt von Thilo Frank im Reichenfeld. Brigitte Walk trug einen literarischen Vorgeschmack auf „Feldkirch am Zug“ vor.

Dietmar Stiplovsek (2)/
Thilo Frank (1)

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