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Feldkirch

Jane Štravs : Revolution und Modefotografie

Leonie Hirn und Calvin Mechora.  Wolfgang Ölz

Leonie Hirn und Calvin Mechora.  Wolfgang Ölz

Die jungen Galeristen Leonie Hirn und Calvin Mechora zeigen Fotografien von Jane Štravs in der einstigen Galerie 60.

In der Vorarlberger Galerieszene steht ein Generationswechsel an: Neben Maximillian Hutz muss der Vorarlberger die jungen Leute, die sich für die Tätigkeit eines Galeristen interessieren, mit der berühmten Laterne des Dio­genes suchen. Die Kunsthistoriker Leonie Hirn und Calvin Mechora möchten in die Fußstapfen von Gerold Hirn treten. Leonie Hirn ist die Tochter von Gerold Hirn und hat Calvin Mechora auf der Universität in Innsbruck kennengelernt.

Gemeinsam möchten sie gleichaltrige Künstler aus der Region ausstellen, aber auch Künstler, die in München und Wien auf den Kunsthochschulen studieren beziehungsweise studiert haben. Sogar an international renommierte Kunst ist gedacht. Mechora hat eine slowenische Mutter und einen US-amerikanischen Vater und ist in Deutschland geboren, wo seine Familie in Ravensburg eine Kunstgalerie betrieben hat.

Kunst-Transfer. In einer Zeit, in der die Grenzen offen stehen und die Globalisierung die Ränder der Nationen mit ihrer Mitte verbinden, möchten Hirn und Mechora ihre künstlerische Leidenschaft als Galeristen leben und – da sind sie sich einig – einen „Kunst- und Kulturtransfer“ aus der Welt nach Vorarlberg wagen.

Die aktuelle Ausstellung zeigt einen mittlerweile renommierten slowenischen Fotografen, Jane Štravs (geboren 1965), der bereits in seiner Jugend so etwas wie Ikonen der Punkrockszene in Ljubljana geschaffen hat. Im Alter von 17 Jahren hatte er schon Kontakte zur „weltbekannten, skandalösen und kontrovers diskutierten slowenischen Musik- und Künstlergruppe Laibach“ (Mechora).

Štravs schuf in der Zeit Anfang der 1980er-Jahre Bilder, die heute noch die revolutionäre Undergroundkultur am Vorabend der Auflösung Jugoslawiens lebendig und anschaulich halten. Bereits 1982 hatte der frühreife Künstler seine erste Ausstellung dazu. Später wechselte er vom Industrial Punk ins Modefach. Als Fashionfotograf begnügte er sich aber keineswegs mit dem konventionellen Stil in der Art, etwa der „Vogue“, sondern suchte immer das außergewöhnliche, ja verstörende, artifizielle Motiv, um die Models in Szene zu setzen. Ein mit seinen Tätowierungen portraitierter Seemann muss den Vergleich mit dem „Toronto Cowboy“ aus den Fotoreportagen des hierzulande bekannten Fotografen Nikolaus Walter nicht scheuen.

Wolfgang Ölz

„Variety“. Jane Štravs. Bis 2. Februar in der ehemaligen Galerie 60 in Feldkirch. Do. und Fr. 16 bis 19 Uhr.

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