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Meisterklasse-Schau zum Jubiläum

Werke von Waldemar Scheck, Jeremy Wegscheider und Ottmar Hörl (v.l. im Uhrzeigersinn). Wolfgang Ölz (3)

Werke von Waldemar Scheck, Jeremy Wegscheider und Ottmar Hörl (v.l. im Uhrzeigersinn). Wolfgang Ölz (3)

Der private Kunstraum QuadrART feiert die 30. Auflage seines Ausstellungsformates „Ansichten“ mit der Ausstellung der Meis­terklasse von Kunstprofessor Ottmar Hörl.

Von Wolfgang Ölz

Seit Juni 2009 widmet sich der Kunstraum QuadrART dem „anspruchsvollen Dialog über zeitgenössische Kunst“, wie im Konzept nachzulesen ist. Der private Sammler und pensionierte Galerist Erhard Witzel betreibt seine Kunstinstitution gemeinsam mit seiner Frau, der Vorarlberger Künstlerin Uta Belina Waeger.

Neben der privaten Sammlung ist die „Ansichten“-Ausstellung sein hochwertiger Beitrag zum Vorarlberger Kunstgeschehen. Unter den Kuratoren findet sich zum Beispiel der Kunsthistoriker und Museumsmann Tobias Natter, der unlängst von Bundespräsidenten Alexander van der Bellen mit dem Professorentitel ausgezeichnet wurde. Die Vorarlberger Kunstfachfrau Ingrid Adamer kuratierte beispielsweise eine Schau mit dem Titel „connected“, die die spirituelle Dimension der Kunst auf hohem Niveau ins Zentrum rückte.

Lebenskunstwerk. Die Jubiläumsschau zeigt nun Arbeiten der Studenten von Ottmar Hörl (geboren 1950 in Nauheim), der in der Sammlung von Erhard Witzel prominent vertreten ist und von 2005 bis 2017 auch Präsident der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg war. Ottmar Hörl gilt als Konzeptkünstler, Bildhauer, Installations- Aktions-, Foto-, und Objektkünstler. Eine Zuschreibung geradezu sämtlicher künstlerischer Gattungen, die eine Kunstauffassung verrät, die von einem alles umfassenden Gesamt- und Lebenskunstwerk ausgeht.

Seine seriellen Kunstobjekte, die in hoher Auflage im öffentlichen Raum aufgestellt wurden, machten ihn besonders populär. So stellte er tausende Dürer-Hasen in Nürnberg, tausende Eulen in Athen oder auch tausende Hunde von Beethoven in Bayreuth auf. Gartenzwerge mit Hitlergruß brachten ihm eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft in Nürnberg ein, die später fallengelassen wurde. In Dornbirn sind Vervielfältigungen dieser Hasen und Zwerge zu sehen. Gemäß dem Postulat „Kunst für alle“ sind sie sehr günstig zu erwerben. Auch Kunstwerke aus Legosteinen sind vertreten, genauso wie zwei Gemälde zum Thema gestischer Pinselstrich, die allerdings in Anbetracht der ausgiebigen Behandlung in der Kunstgeschichte nicht wirklich innovativ scheinen.

Outdoor-Skulptur. Die Meisterschüler arbeiten meist multimedial und kaum mehr irgendwie klassisch. Außerdem sind viele auch in anderen Berufen aktiv. Sei es als Schafhirte (Toni Ostler), Gesundheitsexpertin (Katharina Kiupel) oder als Modemacherin (Angelika Huber). Waldemar Scheck überzeugt mit einer Outdoor-Skulptur aus Ofenrohrstutzen. Andere Arbeiten imponieren durch den spektakulären Schaffensprozess wie Jeremy Wegscheider, der im Brotberuf als Koch arbeitet und Eisenplatten nach komplizierten behördlichen Genehmigungsverfahren mit Dynamit sprengt. Diego Sindbert experimentiert mit den Grundlagen der Malerei und schafft dafür schwungvolle Farbformen, die an dadaistische Urformen von Hans Arp erinnern.

Ansichten XXX. „Work in Travel“. Bis 4. Mai in der QuadrART Dornbirn. Donnerstag, Freitag und Samstag, 17 bis 19 Uhr.

<p class="caption">Werke von Waldemar Scheck, Jeremy Wegscheider und Ottmar Hörl (v.l. im Uhrzeigersinn). Wolfgang Ölz (3)</p>

Werke von Waldemar Scheck, Jeremy Wegscheider und Ottmar Hörl (v.l. im Uhrzeigersinn). Wolfgang Ölz (3)

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Werke von Waldemar Scheck, Jeremy Wegscheider und Ottmar Hörl (v.l. im Uhrzeigersinn). Wolfgang Ölz (3)

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