Kontakt

Neue Zeitungs GmbH
Gutenbergstraße1
6858 Schwarzach

Phone: 0043 5572 501 500

letztes Werk

Peter Härtlings Roman über Alter und Krankheit

Härtlings posthum erschienener Roman „Der Gedanken­spieler“ handelt von einem würdigen Abschied.

Seinem letzten Roman hat Peter Härtling einen Spruch von Goethe (1749–1832) vorangesetzt: „Die Summa Summarum des Alters ist eigentlich niemals erquicklich.“ Seitdem der Dichterfürst vor fast 200 Jahren gestorben ist, hat sich daran nicht viel geändert. Allerdings wird heute so manche Qual im Alter durch den medizinisch-industriellen Komplex verlängert.

Davon handelt das Buch „Der Gedankenspieler“, das acht Monate nach dem Tod des bei Jung und Alt populären Autors jetzt posthum veröffentlicht wurde. Härtling hatte das Manuskript des Romans schon beendet, als er am 10. Juli vergangenen Jahres im Alter von 83 Jahren an seinem Wohnort nahe Frankfurt starb.

Härtlings Alter Ego im Roman ist ein in Frankfurt lebender 80-jähriger Architekt und Journalist – der alleinstehend anders als der Autor selbst keine große Familie hat. Nach einem Sturz ist Johannes Wenger auf Rollstuhl und Pflege angewiesen. Das macht den Eigenbrötler noch einsamer und zutiefst ­melancholisch. Wengers Hausarzt, der auch sein bester Freund ist, holt ihn zusammen mit seiner jungen Familie immer wieder ins richtige Leben zurück.

Daraus entspinnt sich ein Nachdenken über Vergänglichkeit und letzte Freuden – zu denen für Härtling vor allem auch gutes Essen gehörte. Und der Kontakt zu liebenswerten ­Menschen. Eine bewegende Lektüre.

Peter Härtling: „Der Gedankenspieler“. Kiepenheuer & Witsch, 240 Seiten, 20,60 Euro.

Artikel 1 von 1
Bitte melden Sie sich an, um den Artikel in voller Länge zu drucken.

Bitte geben Sie Ihren
Gutscheincode ein.

Der eingegebene Gutscheincode
ist nicht gültig.
Bitte versuchen Sie es erneut.
Entdecken Sie die NEUE in Top Qualität und
testen Sie jetzt 30 Tage kostenlos.