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Unbedingte Hingabe an die Musik

Die Geigerin Carolin Widmann spielte mit dem Hornisten Felix Klieser und dem Pianisten Martin Helmchen. Bild unten: das Apollon Musagète Quartett mit Marie-Elisabeth Hecker. Veranstalter (3)

Die Geigerin Carolin Widmann spielte mit dem Hornisten Felix Klieser und dem Pianisten Martin Helmchen. Bild unten: das Apollon Musagète Quartett mit Marie-Elisabeth Hecker.

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Am Samstag waren bei der Schubertiade in Hohenems zwei Konzerte zu erleben.

Von Katharina von Glasenapp

Der Samstagnachmittag stand bei der Schubertiade nochmals im Zeichen von Johannes Brahms mit zwei Violinsonaten und dem außergewöhnlichen Horntrio, wäh­rend am Abend das Apol­lon Musagète Quartett und die Cellistin Marie-Elisabeth He­cker mit zwei berühmten Werken von Mozart und Schu­bert begeisterten.

Die Geigerin Carolin Widmann und der Pianist Martin Helmchen hatten die lyrisch gestimmte zweite und die dramatischere dritte Violinsonate von Brahms für den ersten Teil ihres Programms gewählt. Weiche Arpeggien im Klavier, fein abgestimmte Dynamik, große Innigkeit und Legatokultur und ein sehr organisches Musizieren prägten die Interpretation der A-Dur-Sonate. Carolin Widmann macht die fließende Musik körperlich erfahrbar, getragen von den warmen Klavierklängen Helmchens.

Austausch. Die zweite Sonate bringt große Kontraste vom wispernden Beginn zum großräumig angelegten Finale, vom leidenschaftlich emphatischen Adagio zum wilden Scherzo. Nach der Pause konnte das Publikum erstmals bei der Schubertiade den jungen Hornisten Felix Klieser erleben, dessen Zehen so geschmeidig und beweglich sind wie anderer Musiker Finger. Ohne Arme geboren, hatte er sich von Kind an in den Klang des Horns verliebt und alles daran gesetzt, dieses Instrument zu lernen. Das wirkt so selbstverständlich, dass der Zuhörer nur staunen kann über die Wärme seines Tons, seine Atembögen im langsamen Satz, die Attacke der Jagdfanfaren im Scherzo und im Finale und natürlich das intensive Zusammenspiel mit Carolin Widmann und Martin Helmchen. Im Trio ergibt sich ein ruhiger, einander zugewandter Austausch, der die weiten Bögen unterstreicht und bei Bedarf auch kräftig auffahren kann.

Kühne Wendungen. Mozart und Schubert, zwei Werke in C-Dur, das „Dissonanzenquartett“ KV 465 und das herrliche Streichquintett prägten den Abend: Die vier miteinander verwobenen Streicher des polnischen Apollon Musagète Quartetts nahmen Marie-Elisabeth Hecker, die sich so einfühlsam als zweite Cellostimme einbrachte, in ihre Mitte auf. Pawel Zalejski, der ja immer wieder dem Symphonieorchester Vorarlberg als Konzertmeister verbunden ist, Bartosz Zachlod, Piotr Szumiel und Piotr Skweres musizieren mit solch einer Präsenz und Wachheit, dass selbst bekannteste Werke immer neu beleuchtet erscheinen.

Da erwächst der Beginn des Dissonanzenquartetts mit seinen für Mozarts Zeit so kühnen Wendungen gleichsam aus dem Nichts, voll Geheimnis und Schmerz und damit auch nah am Beginn des Schubert-Werks. Fast gläsern, fahl, raunend wirken die Klänge, umso leuchtender, wenn das Allegro erreicht ist. Ein sehnsüchtiger Geigengesang voll behutsamer Agogik entwickelt sich im langsamen Satz über der Pendelbewegung des Cellos, die Mittelstimmen treten mit sanftem Nachdruck hervor.

Kontraste. Mit leichter Hand, konzertant virtuos für den ers­ten Geiger und voll drängender Energie sprüht das Mozartfinale. Das Quintett, ein zentrales Werk der Schubertiade und immer wieder ein Geschenk für das Publikum wie für die Musiker, entfaltete seine Kraft aus stärksten Kontrasten heraus, aus dem Wechsel von Spannung und Lösung, von Linie und Bewegung, von filigraner Zerbrechlichkeit und wildem Feuer. Großartig und Begeisterungsstürme entfachend!

<p class="caption">Die Geigerin Carolin Widmann spielte mit dem Hornisten Felix Klieser und dem Pianisten Martin Helmchen. Bild unten: das Apollon Musagète Quartett mit Marie-Elisabeth Hecker.</p><p class="caption"> Veranstalter (3)</p>

Die Geigerin Carolin Widmann spielte mit dem Hornisten Felix Klieser und dem Pianisten Martin Helmchen. Bild unten: das Apollon Musagète Quartett mit Marie-Elisabeth Hecker.

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Die Geigerin Carolin Widmann spielte mit dem Hornisten Felix Klieser und dem Pianisten Martin Helmchen. Bild unten: das Apollon Musagète Quartett mit Marie-Elisabeth Hecker.

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