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Salzburg

Jubel für Preisträgerin Sol Gabetta in Salzburg

Eliette von Karajan (l.) überreicht Preis an Sol Gabetta.  OFS/Creutziger

Eliette von Karajan (l.) überreicht Preis an Sol Gabetta.  OFS/Creutziger

Großer Jubel bei Konzert der Osterfestspiele mit der Sächsischen Staatskapelle Dresden. Cellistin Sol Gabetta wurde ausgezeichnet.

Es war ein Fest für Ohren und Augen: Sol Gabetta hat am Montag bei den Osterfestspielen Salzburg im Großen Festspielhaus den Herbert-von-Karajan-Preis erhalten. Zuvor hatte die argentinische Cellistin unter großem Applaus mit der Sächsischen Staatskapelle Dresden unter der Leitung von Christian Thielemann Schumanns Cellokonzert gespielt.

Auch wenn Gabetta nichts beweisen musste, so hat sie dennoch mit Nachdruck gezeigt, warum sie die Auszeichnung verdient hat. Ihrem ästhetischen Spiel zuzusehen, war alleine schon eine Freude. Das Schumann-Konzert in a-Moll legte sie mit warmen und schweren Klängen an, schwang aber so leichtfüßig über die Läufe, dass Assoziationen mit einem Tanz entstanden. Sie gab sich ganz dem Werk hin und suchte zwischendurch kurze Orientierungspunkte in Thielemanns Blick. Dadurch entstand eine angenehme Dynamik, die am Ende in einem reißenden Fluss mündete.

Nach großem Applaus und lobenden Worten von Intendant Peter Ruzicka bedankte sich Gabetta berührt für den Preis: „Der heutige Abend ist ein großer Moment der Ehre für mich, hier neben Christian Thielemann und der Sächsischen Staatskapelle Dresden zu stehen. Der Zweck des Preises bedeutet mir sehr viel, da es darum geht, junge Musiker zu fördern“, so die Cellistin. Der mit 50.000 Euro dotierte Preis wird von Eliette von Karajan gestiftet.

Vorboten. Der Rest des Konzertprogramms war ebenfalls deutsches Repertoire. Auch wenn sich das Orchester in Mendelssohns „Hebriden“ noch etwas zurückhaltend gab, hörte man hier schon die anschwellenden Vorboten der Klanggewalt, die der Dirigent in der nach der Pause folgenden Brahms-Sinfonie vollends entfesselte. Das Ergebnis: eine leicht verträumte und trotzdem geradlinige Konzert-Ouvertüre.

Brahms’ 2. Sinfonie ist ein vornehmlich heiteres Werk, das aber auch den einen oder anderen melodischen Widerspruch in sich birgt. Zwischen diesen Stimmungen ließ Thie­lemann die Dresdner hin und her schwingen. Sanft wog er sie im Allegro non troppo ein, um dann Satz für Satz die Intensität zu steigern. Das Ganze gipfelte in einem ergreifenden Allegro con spirito, das trotz der für Thielemann so typischen Rhythmusgenauigkeit einen Hauch Melancholie über das Große Festspielhaus rieseln ließ.

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