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New York/Ruggell

Persönliches Porträt über eine Jazzlegende

Filmstill aus „Open Land – Meeting John Abercrombie“. Arno oehri

Filmstill aus „Open Land – Meeting John Abercrombie“. Arno oehri

Arno Oehri war mit seinem Film „Open Land“ über John Abercrombie beim „Queens World Film Festival“ vertreten.

Ein Liechtensteiner hat in New York Aufmerksamkeit erregt: Der neue Film des Multimedia-Künstlers Arno Oehri (geboren 1962) war beim „Queens World Film Festival“ (15. bis 25. März) in der Kategorie „Best Director Documentary Feature“ nominiert. Für einen Preis hat es nicht gereicht, doch wurde der Film von der Jury lobend erwähnt. Bevor der in Ruggell lebende Künstler zum Festival gereist ist, hat er in einem Gespräch über seinen Dokumentarfilm erzählt.

„Open Land – Meeting John Abercrombie“ heißt das filmische Porträt von der gleichnamigen „Jazzlegende“, wie Oehri den Gitarristen beschreibt. Zusammen mit Oliver Primus hat er den Film gedreht und sich mehrmals mit dem Jazzmusiker in New York getroffen, bevor Abercrombie vergangenen August mit 72 Jahren verstarb. Dabei entstand nicht nur ein Porträt über die Karriere des Musikers, sondern auch eine „tie­fere Begegnung mit der Künstlerpersönlichkeit“, so Oehri.

Authentisch. 2013 sei der Filmschaffende das erste Mal in die Vereinigten Staaten gereist, um Abercrombie zu treffen. Sie hätten schnell einen Draht zueinander gefunden. Abercrombie sei ein unkomplizierter, uneitler Mensch gewesen. Das hätte eine persönliche Begegnung begünstigt, so Oehri. Der Gitarrist kam 2014 ins Fürs­tentum, um in der Tangente in Eschen zu spielen. 2015 besuchte Oehri Abercrombie wieder in seinem Zuhause in New York. Aus diesen Begegnungen entstand das rund 90-minütige Feature.

Mit minimalen technischen und finanziellen Mitteln und in unmittelbarer Nähe zu Abercrombie entstand ein persönlicher Film, der laut Oehri eine hohe Authentizität besitzt. Ein großes Kompliment für den Filmemacher: 2016 habe er Abercrombie das Filmmaterial gezeigt. Dieser habe eine Zeit lang geschwiegen und dann gesagt: „Well, that’s me.“ (In etwa: „Ja, das bin ich.“). Der Gitarrist erkannte sich in der Dokumentation wieder.

Der Film soll dieses Jahr als DVD beim Label ECM erscheinen, der Film werde bis dahin im Takino in Schaan gezeigt, so Oehri. Wann genau, wird noch bekannt gegeben.

Lisa Kammann

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