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Bregenz

Wagner-Stipendium an Scheurle vergeben

Clara Corinna Scheurle.  Stephanie von Becker

Clara Corinna Scheurle.  Stephanie von Becker

Die Mezzosopranistin Clara Corinna Scheurle erhielt ein ­Stipendium des Richard-Wagner-Verbandes Vorarlberg.

Der Vorstand des Richard-Wagner-Verbandes Vorarlberg hat unter Vorsitz von Peter M. Stemberger das Wagner-Stipendium 2018 an die 1991 in Badenweiler im Schwarzwald geborene, in Vorarlberg aufgewachsene Mezzosopranistin Clara Corinna Scheurle vergeben. Sie erhält damit laut einer Aussendung zusammen mit über 200 Stipendiaten aus der ganzen Welt im kommenden Sommer die Möglichkeit zum Besuch von drei Opernproduktionen Richard Wagners bei den Bayreuther Festspielen – darunter auch die diesjährige Neuinszenierung von „Lohengrin“.

Als Tochter der ungarischen Pianistin Anna Adamik, die seit 1997 am Landeskonservatorium Feldkirch eine Klavierklasse unterrichtet, und eines musikverständigen deutschen Vaters absolvierte Corinna Scheurle ihren Schulabschluss am Musikgymnasium Feldkirch. Ihre ersten Bühnenerfahrungen machte die Sängerin 2009 beim Musiktheater Vorarlberg in Götzis als Zeitel in „Anatevka“ und zwei Jahre später als Minnie Fay in „Hello Dolly“. Nach ihrem Schulabschluss zog sie mit 19 Jahren nach Berlin, um dort klassischen Gesang zu studieren.

Eigentlich hatte Corinna Scheurle schon als Kind den Wunsch, Tänzerin zu werden, ließ sich auch von 1997 bis 2010 intensiv im klassischen Ballett und Jazztanz ausbilden. Mit der Zeit nahm aber dann doch das Singen die wichtigere Rolle in ihrem Leben ein. So schloss sie ihre Ausbildung 2015 im Bereich Gesang/Musiktheater an der Universität der Künste Berlin mit dem Bachelor ab und im Vorjahr an der Bayerischen Theaterakademie August Everding mit dem Master. Außerdem nahm sie regelmäßig an internationalen Meisterkursen und Wettbewerben teil.

Bregenzer Festspiele. In ers­ten kleineren Rollen war Corinna Scheurle ab 2014 auf Bühnen in Potsdam, Rheinsberg, Berlin und München zu erleben. Aufsehen erregte sie im vergangenen Sommer als aufgedonnerte, stimmlich und komödiantisch „überragende“ Marzellina in Mozarts Oper „Die Hochzeit des Figaro“ beim Opernstudio der Bregenzer Festspiele. Am 18. April steht ein Liederabend in der französischen Opera de Lille zusammen mit ihrer Klavierpartnerin Akemi Murakami an. Im kommenden Sommer wird sie am 30. Juli bei einer der drei Aufführungen der Hausoper der Bregenzer Festspiele mitwirken: „Beatrice Cenci“ von Berthold Goldschmidt.

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