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Egg

Schau über 150 Jahre Chorgemeinschaft Egg

Originaldokumente und Füllhörner sind auch zu sehen.  Kammann

Originaldokumente und Füllhörner sind auch zu sehen.  Kammann

In einer Ausstellung im Egg Museum wurde die 150-jährige Geschichte der „Wälder Chorgemeinschaft Egg“ aufbereitet.

Ganze 150 Jahre ist es her, als der „Männergesangsverein Egg“ gegründet wurde. Heute nennt sich die Bregenzer­wälder Institution „Wälder Chorgemeinschaft Egg“, und feiert sein Jubiläum unter anderem mit einer Ausstellung im Egg Museum. Die Kuratoren Chris­tian Troy und das aktive Chormitglied Anton „Tone“ Bär haben in einer zeit­intensiven Recherche zahlreiche Dokumente ausgewertet und selektiert, wie Troy bei einer Führung erzählt. Entstanden ist eine informative Schau, die sich, neben diversen Ausstellungsstücken, auf die Geschichte des Chors konzentriert – oder besser gesagt: auf den Chor als Teil der Geschichte.

Denn die Chorgemeinschaft war nicht zuletzt durch historische Ereignisse und Entwicklungen einem Wandel unterworfen. Nicht alle Mitglieder haben die beiden Weltkriege überlebt, mehrmals stand in schwierigen Zeiten der Verein vor der Auflösung beziehungsweise stellte seine Aktivitäten zeitweise ruhend. Auch das Motto unterlag gesellschaftlichen Veränderungen. Lag der Fokus bei der Gründung 1868 auf der Wahrung der „deutschen“ Kultur, entwickelten sich ab den 1920er-Jahren eigene „Wälderlieder“, also vertonte Mundartgedichte, wie Troy erklärt. Heute unterstreicht der Chor mit dem bekannten Motto „Meor ­ehrod das Ault und grüezod das Nü …“ regionale Akzente.

Starke Bindung. Das Thema Frauen ist ebenfalls interessant: Lange Zeit bestand der Chor nur aus Männern. Parallel zum Männergesangsverein wurde 1945 eine „Singgemeinschaft“ mit Mädchen und Frauen gegründet. Diese wurde jedoch aufgrund fehlender Aktivitäten wieder stillgelegt. Ab den 70er-Jahren hatte der Männerverein mit Nachwuchsproblemen zu kämpfen, doch erst im Jahr 2000 wurde der Chor offiziell als gemischter Chor geführt – vorher gab es aber schon gemischte Konzerte, wie Troy anmerkt.

Ersichtlich wird in der Ausstellung auch die starke emo­tionale Bindung der Mitglieder zum Verein, wie auch Troy betont. Manche sind oder waren über 60 Jahre lang dabei, sagt der Bregenzerwälder. Damit erklärt sich auch die eine oder andere dokumentierte Streitigkeit, und die Tatsache, dass mehrere Mitglieder aufgrund der Namensänderung des Chors ausgestiegen sind. So auch der etwa 80-jährige Emmerich Schneider: Er ist in einem Interview bei einer von verschiedenen Hörstationen zu hören. LK

Bis 29. Juli im Egg Museum. Fr., Sa., So., 15 bis 18 Uhr geöffnet.

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