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Feldkirch

Zwei junge Positionen aus Osteuropa

Ein Werk von Suzana Brborovic, zu sehen in Feldkirch. Wolfgang Ölz

Ein Werk von Suzana Brborovic, zu sehen in Feldkirch. Wolfgang Ölz

In der ehemaligen Galerie 60 sind Werke der jungen Künstler Suzana Brborovic und Peter Cvik zu sehen.

Leonie Hirn und Calvin Mechora zeigen in der ehemaligen Galerie 60 zwei junge zukunftsweisende künstlerische Positionen: Suzana Brborovic (geboren 1988 in Kranj, Slowenien) und Peter Cvik (geboren 1985 in Bratislava, Slowakei). Während Suzana Brborovic Architekturbauten etwa aus der Epoche des Brutalismus des Kommunismus auf technisch versierte Art bearbeitet und schon mal in rosarote Farbe tunkt, nimmt Peter Cvik eigene Fotos und Versatzstücke seiner persönlichen Erinnerung, um mittels einer Mischtechnik Objekte zu schaffen, die die manipulative Einflussnahme der Medien im 21. Jahrhundert offenlegen sollen.

Suzana Brborovic hat an der Academy of Fine Arts and Design in Ljubljana ihr Kunststudium abgeschlossen und noch ein postgraduales Studium an der Academy of Visual Arts in Leipzig angehängt. In Leipzig lebt und arbeitet sie auch seit drei Jahren in der Baumwollspinnerei, einem ehemaligen Fabrikgebäude, das heute Galerien und viele Künstler – darunter der berühmte Vertreter der Leipziger Schule Neo Rauch – als Ort für die Präsentation und Produktion von Kunst nutzen.

Peter Cvik dagegen studierte an der Academy of Fine Arts and Design in Bratislava, wo er auch heute lebt und arbeitet.

Gegensatz. Die Zusammenarbeit der beiden jungen Künstler ist geprägt durch einen nicht zu übersehenden Gegensatz, der das Klischee vom Mann als dem versierten Techniker und der Frau als Expertin für alles Emotionale auf den Kopf stellt. Während Suzana Brborovic Wert legt auf architektonische Details und wie am Reißbrett gezogene Linienmuster (Ein Bildtitel lautet „Left out of construction“), ist es Peter Cvik wichtig, seinen Gefühlen, wie etwa dem Vermissen der heimatlichen Berge in Leipzig, freien Lauf zu lassen (Bildtitel: „There is No Hill in Leipzig“).

Leonie Hirn und Calvin Mechora haben es sich zur Aufgabe gemacht, noch während ihres laufenden Kunstgeschichtestudiums in Innsbruck in den Räumlichkeiten der ehemaligen Galerie 60 eine Kunstgalerie auf hohem Niveau zu etablieren. Die Kulturstadt Feldkirch hat mittlerweile keine vergleichbare Institution. Auch aus diesem Grund ist dieses Vorhaben sehr zu begrüßen. Wolfgang Ölz

„Multi-layered. Encounter in Leipzig“. Bis 27. Juli, ehemalige Galerie 60 Feldkirch.

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