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Salzburg

Salzburger Festspiele mit Leidenschaft

Die Salzburger Festspiele starten am 20. Juli. Einige Aufführungen sind bereits ausverkauft, Anna Netrebko tritt „nur“ an einem Arienabend auf.

Den Salzburger Festspielen steht heuer eine Leidensgeschichte ins Haus, folgt man dem Übertitel der Ouverture Spirituelle, „Passion“. Oder es regiert auch im zweiten Jahr der Intendanz von Markus Hinterhäuser wieder die Leidenschaft (englisch: Passion) an der Salzach – je nachdem, wie man das Motto lesen möchte. In jedem Falle sticht der heimische Festspieltanker am 20. Juli wieder in See.

Und damit am Auftaktabend der mittlerweile schon traditionell der eigentlichen Eröffnung vorgeschalteten Ouverture Spirituelle auch alles an Bord ist, was für die folgenden sechs Fes­tivalwochen auf dem offenen Meer der Hochkultur benötigt wird, laufen bereits seit Mitte Juni die Proben für die großen Premieren der heurigen Saison. Seither probt Lydia Steier mit dem Ensemble ihre Interpretation der „Zauberflöte“, die am 27. Juli die erste große Opernpremiere 2018 darstellt. Auch Regieexzentriker Romeo Castellucci arbeitet bereits in Salzburg an seiner „Salome“, die am 28. Juli im Premierenreigen folgen wird, und auch Veteran Hans Neuenfels feilt schon vor Ort an seiner Deutung von Tschaikowskis „Pique Dame“, die für den 5. August angesetzt ist.

Die Erwartungen sind hoch, sind doch alle drei Musiktheaterwerke bereits restlos ausverkauft – was auch für die traditionelle Übernahme von Cecilia Bartolis Pfingstfestspiel-Inszenierung, heuer Rossinis „L’italiana in Algeri“, gilt. Einzig für die chronologischen Früh- respektive Spätwerke des Opernreigens können sich Fans noch regulär Tickets besorgen: Für Monteverdis „L’incoronazione di Poppea“ unter musikalischer Leitung von William Christie gibt es bis auf die Premiere am 12. August noch ebenso Karten wie für Hans Werner Henzes „The Bassarids“, die nach der Uraufführung 1966 ab 16. August erneut in Salzburg zu sehen sein werden, dieses Mal in der Regie von Krzysztof Warlikowski.

Auch beim Schauspiel stehen dem Festspielfreund noch die meisten Inszenierungen offen. Einzig der aktuelle „Jedermann“ in der Regie von Michael Sturminger, der heuer mit Tobias Moretti in der Titelrolle zum zweiten Mal zu sehen ist, hat bereits alle Tickets abgesetzt.

Oper ohne Netrebko. Auf Festspielliebling Anna Netrebko muss man an der Salzach nach der „Aida“ im Vorjahr heuer hingegen verzichten – zumindest szenisch. Einzig ein Arienabend mit Ehemann Yusif Eyvazov unter dem prosaischen Titel „A due voci“ ist gegen Ende der Salzach-Feierlichkeiten am 29. August vorgesehen – und seit Langem schon ausverkauft.

Immerhin für Barockfreunde gibt es einen Lichtblick, können doch für Philippe Jarousskys Händel-Abend am 30. Juli noch Karten erworben werden. Zumindest hier steht also der Passion nichts im Wege.

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