Kultur

Wiedereröffnung nach Tanz-Durststrecke

01.06.2020 • 18:06 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Das Festival "Tanz vor Ort", hier 2016, wird von netzwerkTanz organisiert.<span class="copyright"> Anja Koehler</span>
Das Festival "Tanz vor Ort", hier 2016, wird von netzwerkTanz organisiert. Anja Koehler

Die netzwerkTanz-Studios öffnen wieder ihre Türen, inklusive Fotoausstellung.

Eine große Freude herrscht unter Vorarlbergs Tänzern, wie netzwerkTanz-Geschäftsführerin Brigitte Herrmann meint – denn ab Dienstag, den 2. Juni, öffnen sich wieder die Räumlichkeiten des Vereins in der Annagasse, und zwar für Profis und engagierte Laien. Nach Wochen voller eingeschränkter Möglichkeiten nimmt somit auch der Tanzbetrieb im Ländle langsam wieder Fahrt auf. Nun kann wieder gemeinsam trainiert werden, wenn auch noch einige Vorgaben eingehalten werden müssen. Die Studios werden zudem mit einer neuen Fotoausstellung geschmückt, und eine neu gestaltete Homepage gibt es auch.

“Ent.Spannung”

Viele Wochen mussten die Tanzprofis zu Hause und alleine üben: Eine herbe Einschränkung, denn das gemeinsame Training dient unter anderem auch zur Entwicklung gemeinsamer Projekte. Nach den Mai-Lockerungen können zudem wieder Laien tätig werden: Ein großer Gewinn laut der netzwerkTanz-Leiterin, denn im Land gebe es sehr gute Laien-Tänzer, die nun wieder zusammen mit den Profis aufs Parkett können. Die Studios seien auch groß genug, sodass problemlos der vorgegebene Abstand eingehalten werden könne. Spurlos sei die Krise nicht an der Tanzszene vorbeigegangen: Vieles musste abgesagt und verschoben werden, die Situation im Herbst ist noch ungewiss.

Tänzer Luigi Guerrieri im netzwerkTanz-Studio. <span class="copyright">Sarah Mistura</span>
Tänzer Luigi Guerrieri im netzwerkTanz-Studio. Sarah Mistura

Was den Verein für zeitgenössische Bewegungskunst selbst betrifft, so habe man Glück gehabt, so Herrmann im Gespräch. Denn zwei große Projekte dieses Jahr – die Gestaltung der neuen Website und das Artist-in-Residence-Programm in Wien Ende Juli – konnten beziehungsweise können realisiert werden. Ein Research-Projekt und ein geplantes kleines Filmfestival wurden auf 2021 verschoben.

Nachdem Fotografin Anja Köhler in den Studios drei Jahre lang ihre Ausstellung „Dance Stills“ präsentieren konnte, ist ab Dienstag die Schau „Ent.Spannung“ von Sarah Mis­tura zu sehen. Die Fotos sind im Rahmen des Festivals „Tanz vor Ort“ 2019 entstanden. Die Vernissage findet um 12 Uhr im tanzRaum statt.

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