Kultur

Vorfreude auf den Herbst

05.08.2020 • 18:52 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Junge Talente auf der Bühne. <span class="copyright">Marcel Mayer</span>
Junge Talente auf der Bühne. Marcel Mayer

Im September gibt es die nächsten Quarta-4-Konzerte.

Wie bereits bekannt ist, ist es in Zeiten von Corona nicht einfach, Konzerte zu organisieren – vor allem, wenn diese eine große Orchesterbesetzung erfordern. Trotz der erschwerten Bedingungen hat sich der Vorstand der Quarta 4 Länder Jugendphilharmonie dazu entschieden, für September eine Konzertreihe zu planen, allerdings mit einer kleineren Besetzung und mit einem anderen Programm als geplant, wie der Quarta-4-Leiter und Dirigent Christoph Eberle im Gespräch erklärt.

Christoph Eberle mit den Musikern. <span class="copyright">Marcel Mayer</span>
Christoph Eberle mit den Musikern. Marcel Mayer

Wie viele Musikschaffende sieht auch Eberle keine Lösung darin, gar keine Konzerte mehr zu veranstalten, auch wenn die Ungewissheit über die kommenden Monate und das Risiko einer Absage im Falle einer „zweiten Welle“ bleibt. Und so sollen im Herbst wieder junge Talente ihre Begeisterung für die Musik mit dem Publikum teilen. Statt geplanten 75 werden bei dieser Ausgabe aber nurmehr 35 bis 40 Musiker dabei sein, um die derzeitigen Auflagen einhalten zu können, sagt Eberle. Ursprünglich war ein Programm mit Mahlers „Vierten“ und Werken von Schubert geplant, nun werden den Zuschauern Stücke von Mozart und Beethoven präsentiert. Die Jugendphilharmonie, die junge Musiker des Bodenseeraums vereint, spielt fünf Konzerte in Vorarlberg, im deutschen Wangen sowie in St. Gallen in der Schweiz

Arzt im Camp

Es habe ihm schon leidgetan, einige Musiker auf das nächste Jahr vertrösten zu müssen, erklärt der Dirigent. Doch das Verständnis sei groß. Die teilnehmenden jungen Talente werden sich Anfang September wieder zum Orchestercamp im Bäuerlichen Schul- und Bildungszentrum in Hohenems treffen, um mehrere Tage intensiv miteinander zu proben. Doch es werde darauf geachtet, dass die Abstandsregeln befolgt werden, wie der Dirigent betont. Außerdem werde ein Arzt dabei sein, der etwa die Körpertemperatur der Musiker misst, so Eberle. Fest steht: „Die jungen Musizierenden freuen sich schon sehr, wieder spielen zu können.“

Konzentration ist gefordert. <span class="copyright">Marcel Mayer</span>
Konzentration ist gefordert. Marcel Mayer

Einstudiert werden Mozarts Sinfonie Nr. 29 in A-Dur KV 201, Beethovens Romanze für Solovioline und Orchester Nr. 2 in F-Dur op. 50 sowie Beethovens 6. Sinfonie „Pastorale“. Als Solist ist der 1998 in Tuttlingen geborene Violinist Johannes Ascher dabei. „Die Besetzung ist zwar kleiner, aber die Stücke sind keinesfalls einfacher zu spielen“, stellt Eberle klar. Der musikalische Gehalt der Werke sei herausfordernd, außerdem gelte: Je kompakter der Klangkörper, umso genauer muss musiziert werden. Die Musiker werden hier eben gefordert.

Termine in Vorarlberg

Mi., 09. September, Angelika Kauffmann Saal, Schwarzenberg. Do., 10. September, Festspielhaus, Bregenz. So. 13. September, Montforthaus, Feldkirch. Um Vorreservierung wird gebeten. Tickets für die Konzerte in Vorarlberg gibt es unter www.laendleticket.com.

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