Kultur

Neues in der KUB-Schau

12.08.2020 • 17:09 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Ania Soliman im Kunsthaus Bregenz. <span class="copyright">Alicia Olmos Ochoa</span>
Ania Soliman im Kunsthaus Bregenz. Alicia Olmos Ochoa

Künstlerin Ania Soliman ergänzt die KUB-Schau mit neuen Arbeiten.

Die aktuelle Ausstellung „Unvergessliche Zeit“ im Kunsthaus Bregenz hat ein Update erfahren: Die in Paris lebende ägyptische Künstlerin Ania Soliman war in Bregenz zu Gast und hat die Schau mit neuen Werken bestückt. Mehr als die Hälfte der Bilder im ersten Obergeschoss wurde durch neue Arbeiten ersetzt.

Neue Werke in der Ausstellung. <span class="copyright">Markus Tretter</span>
Neue Werke in der Ausstellung. Markus Tretter

Mit im Gepäck auf ihrer ersten Reise nach der Corona-Krise hatte Soliman eine Serie neuer Arbeiten, so auch die Weiterführung ihres gezeichneten Online-Tagesbuchs „Journal of Confinement“, das im ersten Obergeschoss des KUB ausgestellt ist. Im weiterführenden „Journal of (De-)Confinement“, wie die Künstlerin es nennt, bezieht sie sich auch auf aktuelle Ereignisse wie die BlackLivesMatter-Bewegung oder die Explosion in Beirut. „Mit Journal of (De-)Confinement beschreibe ich den Prozess der ,Entsicherung‘, der Verunsicherung und meine Reflexion über die Auswirkungen der Isolation nach der Corona-Krise“, so Soliman. Sie kombiniert dabei Arbeiten, die vor, während und nach dem Lockdown entstanden. Neue Zeichnungen mit gelbem Pigment wechseln sich mit den bereits bisher gezeigten Kohle-Renderings ab.

Tiger

„Nachdem ich mein Studio nach dem Lockdown wieder betreten durfte, habe ich ein vergrößertes Foto eines Tigers im Zoo von Singapur in demselben säuregelben Pigment ausgeführt, mit dem ich vor der Pandemie an einer Reihe von Zeichnungen künstlicher Pflanzen gearbeitet hatte. Es ist ein Bild des Eingrenzung, der wir Tiere unterwerfen, kombiniert mit einem Bild der Rohstoffwirtschaft, die durch das Symbol der künstlichen Pflanze repräsentiert wird“, erklärt die Künstlerin.