Kultur

Pläne für das „Reintesten“

15.01.2021 • 14:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Wann die Kuges-Häuser wieder öffnen, weiß niemand. <span class="copyright">Markus Tretter</span>
Wann die Kuges-Häuser wieder öffnen, weiß niemand. Markus Tretter

Werner Döring (Kuges) spricht über die Zeit nach dem Lockdown.

Eine Verlängerung des Lockdowns gilt als wahrscheinlich, auch die ges­tern beschlossene Verordnung zum „Reintesten“ lässt einiges an Spielraum offen. Und doch gibt es bereits konkrete Überlegungen, wie die Zeit der Öffnung der Vorarlberger Kulturhäuser – also Vorarlberger Landestheater, vorarlberg museum und Kunsthaus Bregenz – gestaltet werden kann. Werner Döring, Geschäftsführer der Vorarlberger Kulturhäuser Betriebsgesellschaft mbH (Kuges), wäre es zwar um einiges lieber, alle Menschen könnten bald wieder völlig ungezwungen und spontan ins Theater gehen, das „Reintesten“ sei aber besser als gar nicht zu öffnen. Er sieht die Teststrategie als eine Übergangsmaßnahme an, bis eine Durchimpfung der Bevölkerung erreicht sei. Die Bedingungen des „Reintestens“ sollten aber maßvoll und sinnvoll sein, betont Döring im Gespräch. Eine Benachteiligung der Kulturbranche im Vergleich zu anderen Sparten sei in jedem Fall nicht vertretbar.

"Woyzeck" eröffnete die aktuelle Saison am Landestheater, die bald wieder unterbrochen wurde. <span class="copyright">Anja Köhler</span>
"Woyzeck" eröffnete die aktuelle Saison am Landestheater, die bald wieder unterbrochen wurde. Anja Köhler

Nicht verständlich ist es zum Beispiel für den Kuges-Geschäftsführer, dass Museen wie das 2000 Quadratmeter große vorarlberg museum geschlossen bleiben, während andere Situationen, in denen die Infektionsgefahr höher ist, möglich seien. Er glaubt jedoch angesichts des Aufkommens der neuen Virus-Variante ohnehin an eine Verlängerung des Lockdowns. Nun müsse die Lage neu bewertet werden.

Tests im Theater

Wie soll nun aber das Prozedere am Landestheater aussehen, wenn wieder gespielt werden kann? Die gesetzliche Verordnung liege zwar noch nicht auf dem Tisch, es gebe aber Überlegungen, eine Testmöglichkeit vor Ort, also im Gebäude des Theaters, anzubieten, so Döring. Im Sinne eines kundenorientierten Handelns wäre dies eine Lösung, da der Besucher für eine Testung extra für das Theater keine zusätzlichen Wege gehen müsste. Die Tests im Theater sollen von medizinischem Personal ausgeführt werden, wie etwa vom Roten Kreuz. Zusagen dafür gebe es bereits.

Begrenzter Ansturm befürchtet

Döring merkt aber an, dass die gesetzliche Basis für dieses Vorhaben noch nicht vorhanden sei. Eine praktikable Möglichkeit wären für den Kuges-Geschäftsführer außerdem „Wohnzimmertests“, die von zu Hause aus durchgeführt werden könnten – laut aktuellen Bestimmungen muss das Ergebnis aber durch einen PCR-Test bestätigt werden. Es solle jedenfalls so einfach wie möglich für die Besucher sein, ins Theater zu gehen. Denn auch Döring befürchtet, dass sich der Besucheransturm durch das „Reintesten“ in Grenzen halten wird.