Kultur

Ritsch zeigt sich verhandlungsbereit

22.01.2021 • 18:50 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Das Vorarlberger Landestheater. <span class="copyright">Anja Köhler</span>
Das Vorarlberger Landestheater. Anja Köhler

Wer ins Landestheater wieviel investieren wird, ist noch unklar.

Am Vorarlberger Landestheater herrscht bekanntermaßen dringender Investitionsbedarf. Wie gestern bekannt wurde, wird laut Landesstatthalterin Barbara Schöbi-Fink das Land Vorarlberg mit rund 100.000 Euro für die unbedingt zu erneuernde Inspizientenanlage in Vorleistung treten. Das Land fordert jedoch, als Mieter der Immobilie, einen größeren finanziellen Beitrag vom Besitzer, der Stadt Bregenz. Nun könnte Bewegung in die Sache kommen – denn selbst wenn der neue Bregenzer Bürgermeister Michael Ritsch wie sein Vorgänger auf bestehende Verträge verweist, zeigte er sich gegenüber der Austria Presse Agentur gesprächsbereit.

„Auch wenn wir nicht müssen“

Gemäß Vertrag habe laut Ritsch das Land im Gegenzug für einen recht niedrigen Pachtzins anfallende Investitionen in das Haus zu tragen. Schöbi-Fink hält die Sachlage hingegen für „interpretierbar“. „Ich sehe das kritisch, denn es geht um mehr als nur um Reparaturen und Instandhaltung“, so Schöbi-Fink. Das Landestheater schiebt laut einem Gutachten eine Investitionsbugwelle von rund 4,8 Millionen Euro vor sich her. Kuges-Geschäftsführer Werner Döring hofft nun auf eine „nicht unwesentliche“ Beteiligung der Stadt, und zwar „nicht unter 20 Prozent“. Ritsch sei zu einer finanziellen Mitwirkung bereit, „auch wenn wir nicht müssten“. Zehn Prozent hält er für vorstellbar. Dafür seien aber Beschlüsse nötig.